Juncker hofft auf uneingeschränkt pro-europäische Bundesregierung nach Wahl

Ex-EU-Kommissionschef: "Deutschland muss immer die europäische Karte spielen"

Der frühere Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, hofft auf eine uneingeschränkt pro-europäische Bundesregierung nach der Bundestagswahl im September: "Ein deutscher Bundeskanzler darf sich nie antieuropäischer Parolen bedienen."

Der frühere Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, hofft auf eine uneingeschränkt pro-europäische Bundesregierung nach der Bundestagswahl im September. "Ein deutscher Bundeskanzler darf sich nie antieuropäischer Parolen bedienen. Deutschland muss immer die europäische Karte spielen", sagte Juncker der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagsausgabe). "Denn daran werden sich andere orientieren".

Im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" lobte der Konservative die Kanzlerschaft von Angela Merkel. "Es war eine gute Zeit für Deutschland und infolgedessen eine gute Zeit für Europa." Merkel habe deutsche Interessen "oft knallhart vertreten". Aber sie sei dabei auch immer Europäerin gewesen. "Sie wusste um die Verantwortung, die Deutschland als größtes Land dieser Gemeinschaft für alle hat."

Juncker leitete von 2014 an die EU-Kommission. 2019 löste Ursula von der Leyen den Luxemburger ab. Zuvor war der heute 66-Jährige Regierungschef in seinem Heimatland gewesen.

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