Jugendsinfonieorchester lädt ein zum Herbstkonzert

Eintritt frei

Am Samstag, 27. September 2014, lädt das Jugendsinfonieorchester der Städtischen Musikschule Ratingen unter der Leitung von Edwin Pröm um 17 Uhr zum Herbstkonzert in das Stadttheater Ratingen ein.

Ratingen - Georges Bizet starb 1875 im Alter von nur 36 Jahren. Große Popularität genießt er noch heute durch seine Opern, vor allem der Oper "Carmen". Bizet hinterließ aber auch Werke, die er selbst nie hörte, so seine Sinfonie in C-Dur. Sie wurde erst 1935, etwa 80 Jahre nach ihrer Fertigstellung, uraufgeführt. Diese Sinfonie ist das Werk eines 17-jährigen Teenagers, und das macht sie für das Ratinger Jugendsinfonieorchester so interessant. Die jüngsten Spieler des Orchesters sind nur wenig jünger und die ältesten Musiker nur wenig älter als Bizet es zu der Zeit war, als er die Sinfonie komponierte. Die viersätzige Sinfonie enthält ebenso die Früchte intensiver Kompositionsstudien als auch die unverwechselbare Melodik des späteren, genialen Operndramatikers.

Der Feldmarschall Johann Joseph Wendel Graf Radetzky von Radez ist heute weniger durch seine Schlachten bekannt als vielmehr durch den nach ihm benannten "Radetzky-Marsch" von Johann Strauß (Vater). Unsterbliche Musik komponieren war eine Spezialität von Johann Strauß. Damit der "Radetzky-Marsch" auch sofort ein Volltreffer wurde, bediente er sich einfach der Melodie eines damals beliebten Liedes mit dem Titel "Mein Kind, mein Kind, ich bin Dir gut, ich schwör´s auf meinen Federhut". Mit diesem völlig unmilitärischen Lied wurde der "Radetzky-Marsch" trickreich auf die Erfolgsspur gesetzt und ist aus keinem Neujahrskonzert eines deutschen Orchesters wegzudenken. Mitklatschen erwünscht!

Mit "Menuett und Trio" von Joseph Haydn und "Rustic Holiday" von Paul Koepke präsentieren die Bläser des JSO zwei stilistisch sehr unterschiedliche Beiträge. Diese stilistische Variabilität ist die Frucht der Arbeit aus den Registerproben mit dem Dozenten Ralf Meiers.

Als Solistin ist die Solocellistin des JSO, Jana Schlomann, zu hören. Sie spielt das "Nocturne" op. 19/4 von Peter Tschaikowsky. Begleitet wird sie von den Streichern des JSO, für deren Schulung sich Sabine Könner verantwortlich zeichnet.

Falls jemand überlegt, ob er ins Konzert oder doch lieber ins Kino geht: das Ratinger Jugendsinfonieorchester kann helfen! Man kann beides haben! Mit der Filmmusik von Elmer Bernstein zum Western-Klassiker "Die glorreichen Sieben" steht "Großes Kino“ auf dem Programm des Ratinger Orchesters – also einfach die Augen schließen zu einem der "Glorreichen" werden.

Mit den Hauptwerken des Konzertes war das JSO bereits in den Sommerferien als Kulturbotschafter der Stadt Ratingen unterwegs. Anlässlich der 25-jährigen Städtepartnerschaft spielte das JSO unter der Leitung von Edwin Pröm ein Festkonzert im Snellman-Saal der finnischen Partnerstadt Kokkola.


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