17.09.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Jugend. Dialog. Religionen@Krefeld

Jugend. Dialog. Religionen@Krefeld

Erfolgreiches Jugendprojekt in der VHS

Die Union der türkischen und islamischen Vereine in Krefeld und Umgebung hat das knapp einjährige Projekt "Jugend.Dialog.Religionen@Krefeld" durchgeführt und den erfolgreichen Teilnehmern in einer Feierstunde die Urkunden überreicht.

Krefeld - Auch Oberbürgermeister Frank Meyer war gekommen, um sich die Ergebnisse der Projektarbeit anzusehen. Zum Schluss der Veranstaltung war er von den Darbietungen der Teilnehmer so beeindruckt, dass er sie zu einem Besuch ins Rathaus einlud, um mit ihnen über ihre Ideen und Erfahrungen zum Thema ?Verwaltung und Politik in Krefeld? ins Gespräch zu kommen.

Für ihr Jugendprojekt erhielten die Organisatoren vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine Förderung für die Personal-, Honorar- und Sachkosten von mehr als 40 000 Euro. Talha Isik hat die Projektleitung übernommen. Den Teilnehmenden wurden in drei Modulen Politikbewusstsein, Rhetorik und Antiaggressionstraining sowie Kontakte zu Jugendlichen aus anderen Religionen vermittelt. Ein Ziel war dabei, den Dialog unter den Jugendlichen unterschiedlicher ethnischer Herkunft und Religionszugehörigkeit zu fördern. Dies gelang beispielsweise durch den Kontakt zur Ten Sing Gruppe der Pauluskirche, die den Abschlussabend mit Auftritten ihres Chores begleitete. Die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren stellten fest, dass sie durch die Treffen viel über die jeweils andere Religion gelernt haben. Sie spiegeln mit ihrer vielfältigen Herkunft das weltanschauliche und gesellschaftliche Spektrum Krefelds wieder.

Mesut Akdeniz, Vorstandsvorsitzender der Union betonte: "Die Förderung der Jugend bedeutet die Förderung der Krefelder Zukunft. Wir wollten mit dem Projekt wichtige positive Impulse setzen für ein respektvolles Miteinander, für ein harmonischeres Krefeld." Neben dem Hauptkooperationspartner Volkshochschule (VHS) und den Krefelder Moscheen konnte die Union zahlreiche Unterstützer für das Projekt gewinnen: Das Kommunale Integrationszentrum und das städtische Jugendamt sowie den Katholikenrat, den Evangelischen Kirchenverband, die Jüdische Gemeinde, die Tamilische Gemeinde und die Polizei. Sie führten entweder Projektteile durch oder vermittelten Kontakte zu ihren Jugendabteilungen. VHSLeiterin Dr. Inge Röhnelt freute sich über die Kooperation mit der Union und lobte die gute Netzwerkarbeit für das Projekt. Die VHS ermöglichte den Teilnehmern den Erwerb des "Demokratieführerscheins". Dabei konnten sie erfahren, wie Kommunalpolitik funktioniert und hinterfragen, was ihnen in Krefeld gut gefällt oder vielleicht noch fehlt.

Sie setzen sich mit Fragen der Identität, Religion und Gesellschaft auseinander, bearbeiteten politische, interreligiöse und interkulturelle Themen und absolvierten ein "Anti-Rassismus-Training". Im letzten Abschnitt des Projekts führten Exkursionen nach Berlin in den Bundestag und nach Brüssel ins Europaparlament. Die Union erhofft sich einen nachhaltigen Erfolg des Projektes auch dadurch, dass die Teilnehmer jetzt eine Vorbildfunktion in ihren Familien- und Freundeskreisen übernehmen und dort die gewonnenen Erfahrungen als "Multiplikatoren" weitergeben.


Copyright 2019 © Xity Online GmbH