16.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Josef-Neuberger-Medaille für die Toten Hosen

Josef-Neuberger-Medaille für die Toten Hosen

Jüdische Gemeinde zeichnet Punkrocker aus

Am Mittwoch, 1. Oktober 2014, zeichnete die Jüdische Gemeinde in Düsseldorf die Toten Hosen und Professor Thomas Leander mit der Josef-Neuberger-Medaille aus.

Düsseldorf - Im Rahmen des Jahresempfangs der Jüdischen Gemeinde in Düsseldorf fand die Verleihung der Josef-Neuberger-Medaille statt. Preisträger in diesem Jahr waren die Toten Hosen und Proessor Thomas Leander, Prorektor der Robert-Schumann-Hochschule für Musik in Düsseldorf. Mit ihrer Konzertreihe "Willkommen in Deutschland", bei der sie vom NS-Regime als entartete Kunst bezeichnete Werke spielten, machten sich die Toten Hosen und Professer Leander stark dafür, dass diese meist Jüdischen Künstler nicht in Vergessenheit geraten.
Unter den bisherigen Preisträgern der Josef-Neuberger-Medaille finden sich Namen wie Johannes Rau, Frank Schirrmacher oder die Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Die Toten Hosen mögen optisch vielleicht nicht in die Reihe der bisherigen Preisträger passen, aber mit ihrer Konzertreihe haben sie sich sehr um die Jüdische Gemeinde verdient gemacht", so Michael Szentei-Heise, Direktor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. "Sie sind in ihrer Karriere oft gegen Rassismus und Faschismus aufgestanden und passen in sofern fantastisch in die Reihe der bisher Geehrten."
Nachdem die Laudatoren gesprochen hatten und die Medaille vergeben war, spielten die Toten Hosen und Professor Thomas Leander in Begleitung von Studenten der Robert-Schumann-Hochschule drei Stücke aus der Konzertreihe "Willkommen in Deutschland".

Josef-Neuberger-Medaille für die Toten Hosen
Werbung

Copyright 2018 © Xity Online GmbH