Jobcenter holen 445 Millionen Euro aus Fördertopf

"SZ": Verwaltungskosten haben sich zuletzt vervielfacht

Die Jobcenter müssen einem Zeitungsbericht zufolge zunehmend für die Förderung und Qualifizierung von Hartz-IV-Empfängern gedachte Finanzmittel für ihre eigenen Kosten verwenden.

Berlin - Von 2010 bis 2013 habe sich die aus dem Topf für "Eingliederung in Arbeit" für Verwaltungsausgaben entnommene Summe von 13 Millionen Euro auf 445 Millionen Euro vervielfacht, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen.

Dem Bericht zufolge rechnet das Ministerium damit, dass auch in diesem Jahr Mittel aus dem Förderetat für die Verwaltung entnommen werden müssen. Die Grünen-Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer sagte dem Blatt, "die Verwaltungskosten fressen immer weiter an der aktiven Arbeitsmarktpolitik." Die Bundesagentur für Arbeit erklärt die Steigerung damit, dass das Verwaltungsbudget zunehmend durch Kostensteigerungen bei Personal oder Energie belastet werde.

(xity, AFP)