Jeder zweite Bundesbürger spendet Blut

Männer spenden häufiger als Frauen

Gut die Hälfte der Bundesbürger hat schon einmal Blut gespendet.

Berlin - Wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt, ließen sich 49 Prozent schon einmal für den guten Zweck piksen. Den höchsten Anteil machte dabei mit 53 Prozent die Altersgruppe der 35- bis 55-Jährigen aus, am niedrigsten war er mit 35 Prozent bei den 18- bis 25-Jährigen.

Befragt wurden im Januar und Februar knapp 3800 Menschen zwischen 18 und 75 Jahren. Männer spenden danach öfter Blut als Frauen: 56 Prozent der befragten Männer und 42 Prozent der Frauen spendeten bereits Blut. Insgesamt drei Viertel ließen sich bereits mehrfach piksen.

Zum Weltblutspendetag am Dienstag rief Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur Blutspende auf. "Ein kleiner Piks, kurz abwarten und danach 20 Minuten entspannen", erklärte Gröhe. Mit einer Blutspende könne anderen geholfen und "vielleicht sogar ein Leben gerettet" werden. Es gebe noch keinen gleichwertigen künstlichen Ersatz für Blut.

Vor allem in den Sommermonaten gibt es in Deutschland häufig Engpässe bei Spenderblut. Blutkonserven und Medikamente aus Blutbestandteilen sind nach schweren Unfällen und bei größeren Operationen lebensrettend. Sie werden auch zur Behandlung verschiedener Erkrankungen, wie zum Beispiel bei bösartigen Tumoren, immer wieder dringend benötigt.

In Deutschland kann jeder zwischen 18 und 68 Jahren Blut spenden. Frauen dürfen vier Mal, Männer sechs Mal im Jahr Blut spenden.

(xity, AFP)


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