Jeder dritte Krebspatient benötigt seelische Hilfe

Bei Brustkrebs besonders häufig psychische Probleme

Jeder dritte Krebspatient benötigt einer Studie zufolge seelische Hilfe.

Berlin - Die Betroffenen leiden neben ihrer Erkrankung unter psychischen Problemen wie Angst, Anpassungsschwierigkeiten und Depressivität, wie eine Untersuchung unter Federführung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ergab. Besonders häufig seien psychische Begleiterkrankungen bei Brustkrebspatientinnen (42 Prozent) sowie Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren (41 Prozent) oder dem sogenannten schwarzen Hautkrebs (39 Prozent).

Im schlimmsten Fall kann sich eine nicht behandelte psychische Störung nach Angaben der Experten negativ auf den Erfolg der medizinischen Therapie auswirken. Deshalb benötigten Krebspatienten auch auf seelischer Ebene eine maßgeschneiderte Behandlung, die von Information über Beratung bis hin zu Psychotherapie reichen kann. Die Untersuchung wurde im US-Fachmagazin "Journal of Clinical Oncology" veröffentlicht.

In Deutschland werden jedes Jahr rund 480.000 Menschen mit der Diagnose Krebs konfrontiert.

(xity, AFP)