Jahreswechsel 2021/2022 in Düsseldorf

Lebhaftes Besucheraufkommen in der Altstadt

Ordnungsamt, Polizei, die Hilfsorganisationen und die Feuerwehr Düsseldorf haben zum Jahreswechsel 2021/2022 wieder eng zusammengearbeitet.

Düsseldorf - Auch in diesem Jahr galt in Düsseldorf ein Feuerwerksverbot für die Altstadt und Teile des Rheinufers. Es waren insgesamt 70 Einsatzkräfte des Ordnungsamtes in der Altstadt im Einsatz. Ein Schwerpunkt war neben der Durchsetzung der Allgemeinverfügung zum Mitführ- und Abbrennverbot für Feuerwerkskörper der Kategorie F2 in der Düsseldorfer Altstadt in Zusammenarbeit mit der Polizei die Umsetzung der Coronaschutzverordnung.

Vereinzelt konnte der verbotswidrige Einsatz von Feuerwerkskörpern beobachtet werden, ohne jedoch einen Verursacher ermitteln zu können. Eine Person wurde am Burgplatz mit sechs Raketen angetroffen, welche in einem mit Wasser gefüllten Container vernichtet wurden.

Trotz des Ansammlungsverbotes, das nicht immer beachtet wurde, war das Besucheraufkommen in der Altstadt hoch. Bei niedriger Eingriffsschwelle wurde gegen größere Personengruppen vorgegangen. Eine Tanz- und Musikdarbietung an der Freitreppe am Burgplatz wurde durch die Polizei beendet.

Im Verlauf der Einsatzzeit kam es in vier Fällen im Rahmen von ordnungsbehördlichen Maßnahmen zu Widerstandshandlungen, tätlichen Angriffen sowie zwei Beleidigungen gegen die Einsatzkräfte, die jedoch alle dienstfähig blieben.

Aufgrund von Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung wurden in neun Fällen Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen in der Gastronomie und in drei Fällen wegen des Verstoßes gegen das Ansammlungsverbot gefertigt. In 17 Fällen wurden Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen wegen des Urinierens in der Öffentlichkeit gestellt.

Auch im restlichen Stadtgebiet gab es zahlreiche Einsätze des Ordnungsamtes. In Oberbilk fand eine Rave-Party mit etwa 70 Teilnehmern statt, die durch die Einsatzkräfte aufgelöst wurde.  

Im Vorfeld der Silvesternacht hat Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller am Freitag, 31. Dezember 2021, den Ordnungs- und Servicedienst sowie die Verkehrsüberwachung besucht und den Kolleginnen und Kollegen für ihren Einsatz gedankt.

222 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst hielten sich bereit

Um das erhöhte Einsatzaufkommen bewältigen zu können, wurden bei der Feuerwehr Düsseldorf mehr Einsatzkräfte als üblich eingesetzt, sowie zusätzliche Rettungswagen in den Dienst genommen. Auch die Feuerwehrleitstelle stockte ihr Personal auf, um die eingehenden Notrufe gleichzeitig entgegennehmen und die Einsatzlagen entsprechend disponieren zu können.

Die Feuerwehr, bei der über 220 Kräfte des Rettungsdienstes eingesetzt wurden, fasste die Einsätze zum Jahreswechsel im Zeitraum vom 31. Dezember, 22 Uhr, bis zum Neujahrsmorgen um 7 Uhr wie folgt zusammen (Stand: 1.1.22, 7 Uhr): 11 (Vorjahr: 10) mal rückten die Einsatzkräfte zu Feuermeldungen aus. Dabei brannte bei 7 (Vorjahr: 6) Alarmierungen ein Papier- bzw. Müllcontainer. Im gleichen Zeitraum ereigneten sich 104 (Vorjahr: 106) Einsatzsituationen, in denen ein Rettungswagen angefordert wurde; bei 20 Fällen (Vorjahr: 19) unterstützte ein Notarzt.

Durch die Einschränkungen im Bereich der Tanzveranstaltungen im Rahmen der landesweiten Vorgaben zur Eindämmung des Coronavirus gab es im Altstadt Bereich diesmal keinen Erste-Hilfe Bereich. Die medizinische Versorgung konnte wie gewohnt durch den Rettungsdienst sichergestellt werden. Im Zeitraum von 22 Uhr bis Neujahrsmorgen um 7 Uhr gab es 23 (Vorjahr: einen) medizinische Notfälle im Bereich der Altstadt. Die Zahl der Verletzungen im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern liegt nach jetzigem Kenntnisstand bei 4 (Vorjahr: 0) Menschen. In keinen Fällen (Vorjahr: 0) kam es zu verbaler Gewalt gegen Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes.

Weiterhin lösten insgesamt 3 Brandmeldeanlagen (Vorjahr: 0) im Stadtgebiet im Berichtszeitraum aus. Diese mussten durch Kräfte der Feuerwehr Düsseldorf kontrolliert werden, wobei allerdings schnell Entwarnung gegeben werden konnte. Meldungen über Brände auf Balkonen gingen - wie im Vorjahr - nicht in der Leitstelle der Feuerwehr ein.

Kurz nach dem Jahreswechsel unterstützte die Freiwillige Feuerwehr Wittlaer die Berufsfeuerwehr bei einem Einsatz wegen einer Undichtigkeit in der Hauptwasserleitung. Ein 60 Quadratmeter großer Keller wurde wenige Zentimeter überschwemmt. Der Schaden konnte durch die Wehrleute mittels Wasserschiebern beseitigt werden, die Hauptwasserleitung wurde gesperrt.