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Islamist wegen Anschlagsversuch in Bonn angeklagt

Mann soll auch Pro NRW im Visier gehabt haben

Wegen des versuchten Bombenanschlags vom Bonner Hauptbahnhof und dem vereitelten Attentat auf einen Pro-NRW-Politiker hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen vier mutmaßliche Islamisten erhoben.

Düsseldorf - Dem 26-jährigen Marco G. wird der Bonner Anschlagsversuch vorgeworfen, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Gemeinsam mit den drei Mitbeschuldigten soll er zudem einen Mordanschlag auf den Pro-NRW-Vorsitzenden in Leverkusen geplant haben.

Im Zusammenhang mit dem vereitelten Attentat von Leverkusen vom März 2013 wirft die Bundesanwaltschaft den vier Beschuldigten die Gründung einer "radikal-islamistischen Gruppierung" vor. Ziel dieser inländischen Terrorvereinigung sei gewesen, Schusswaffen- und Sprengstoffattentate auf führende Mitglieder der rechten Partei Pro NRW zu verüben. Pro-NRW-Aktivisten hatten im Landtagswahlkampf 2012 wiederholt vor Moscheen demonstriert und dabei Mohammed-Karikaturen gezeigt.

Die vier Männer waren kurz vor dem geplanten Attentat auf den Pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht festgenommen worden. Marco G. soll darüber hinaus am 10. Dezember 2012 den versuchten Sprengstoffanschlag auf dem Bonner Hauptbahnhof verübt haben, indem er in einer Sporttasche einen selbstgebaute Rohrbombe am Bahngleis abstellte. Die Bombe explodierte jedoch nicht, weil sie laut Bundesanwaltschaft entweder falsch konstruiert oder aber die Zündvorrichtung instabil war.

"Im Falle seiner Explosion hätte der Sprengsatz tödliche Wirkung für die Menschen auf dem Bahnsteig entfaltet", erklärte die Bundesanwaltschaft. Die Ermittlungen ergaben demnach keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass drei übrigen Angeschuldigten oder andere Menschen an dem fehlgeschlagenen Bombenattentat unmittelbar beteiligt waren. Der Prozess gegen die vier mutmaßlichen Täter soll vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf stattfinden.

(xity, AFP)


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