IS-Anschlag in Düsseldorf geplant

Terrorzelle des Islamischen Staates ausgehoben

Einem Bericht des "Spiegel" zufolge wurden am Donnerstag, 2. Juni 2016, drei Terrorverdächtige in Deutschland festgenommen. Ein vierter Verdächtiger sitzt in Frankreich in Untersuchungshaft.

Düsseldorf - Die Vier werden verdächtigt, einen Anschlag in der Düsseldorfer Altstadt geplant haben. Laut "Spiegel" sollten sich zuerst zwei Selbstmordattentäter in der Nähe der Heinrich-Heine-Allee in die Luft sprengen, danach hätten weitere Terroristen in Düsseldorf Anschläge ausführen sollen.

Verhindert wurde der Terroranschlag anscheinend nur, weil das vierte Mitglied ein Geständnis ablegte. Der Mann war im Januar nach Frankreich gereist und hatte dort die Anschlagspläne offenbart, wie der "Spiegel" berichtet . Die französischen Behörden gaben die Informationen anschließend nach Deutschland weiter, wo die drei anderen IS-Anhänger in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und einem ostdeutschen Bundesland gefasst wurden.

Es liegen laut Bundesanwaltschaft keine Hinweise dafür vor, dass die Beschuldigten bereits konkret mit der Umsetzung ihres Anschlagsplans begonnen hatten. Die Festnahmen stehen demnach auch nicht im Zusammenhang mit der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft in Frankreich.

Zwei der Beschuldigten schlossen sich den Angaben zufolge im Frühjahr 2014 in Syrien dem IS an. Sie erhielten demnach dort von der Führungsebene den Auftrag zu einem Anschlag in der Düsseldorfer Altstadt.

Die beiden seien schließlich im Jahr 2015 über die Türkei und Griechenland nach Deutschland gereist. Dort hätten sie einen dritten Mann überzeugt, sich an der Anschlagsplanung zu beteiligen. Ein vierter Beschuldigter sei bereits vorher im Auftrag des IS nach Deutschland gereist.