23.06.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Irischer Nationalfeiertag - St. Patricks day

Irischer Nationalfeiertag - St. Patricks day

In den USA fast mehr zelebriert

Um ihren Wurzeln zu gedenken und auch die anderen Mitbürger daran teilhaben zu lassen, feiern die Iren alljährlich am 17. März ihren St. Patricks Day.

Düsseldorf - Grün ist die Farbe der Iren und grün muss und soll an diesem Tag alles sein. Waren es in den Anfängen nur ihre grünen Nationalflaggen, die sie voller Freude schwingend in den Himmel hielten, so wurden mit den Jahren immer mehr "Gegenstände" grün eingefärbt. Schals, Pullover, Hosen, Hemden, T-Shirts, Hüte, selbst Lebensmittel und auch die Gesichter wurden mit grüner Farbe bedacht, frei nach dem Motto: alles was man einfärben kann, das wird eingefärbt.

Ganze Industriezweige haben sich darauf eingestellt und machen glänzende Geschäfte. Und die Tourismusverbände, die Hotels und der Fremdenverkehr partizipieren daran und profitieren von diesem Ereignis nicht gerade schlecht. Irgendwann kam ein cleverer Geschäftsmann wohl auf die Idee, auch das Lieblingsgetränk der Iren, das Bier grün einzufärben. Seitdem wird in den Pubs gerätselt, wie es möglich ist, Bier grün zu färben. Nun wir wissen es auch nicht, aber vermutlich wird Lebensmittelfarbe hierfür verantwortlich sein. Um die Feierlichkeiten möglichst lange auszudehnen, Iren feiern nun mal gerne, wurde der "Green Beer Day" oder besser gesagt die Days, denn es sind die Tage vor dem St. Patricks Day, erfunden. Hier fließt das Kultgebräu dann in exzessiver Form durch die Kehlen der scheinbar immer durstigen Iren. Den Kommerz sprachen wir schon an, hier schlägt er zu, denn das Green Beer ist alles andere als billig, sehr zum Verdruß von Schülern und Studenten. Den Vogel schoß wohl 1962 Mr. Stephen Bailey ab, als er einen Zentner giftgrüne Lebensmittelfarbe in den Chicago River schüttete und den Fluß damit für eine Woche grün färbte.

Was damals den Unmut der Stadtväter auslöste, ist heute längst zum Programm geworden. Auch heute noch werden die Iren wieder dafür sorgen, das sich am 17. März der Chicago River giftgrün färbt und sich so durch die Häuserschluchten schlängelt; zwar nicht mehr eine Woche lang, aber doch immerhin für ein paar Stunden. Aber es werden hier in den Vereinigten Staaten mehr und mehr Stimmen gegen diese kommerzielle Ausuferung des irischen Nationalfeiertages laut - Stimmen, die zur Mäßigung und zur Besinnung bis hin zur stillen Feier aufrufen. Ob diese Konservativen Erfolg haben werden, darf angezweifelt werden, denn hinter den Feierlichkeiten zum St. Patricks Day stehen 19 Millionen Iren und Abkömmlinge und eine nicht zu verachtende Wirtschaftskraft. Auf jeden Fall schauen die Iren in der Heimat schon seit langem voller Neid auf das Spektakel in den Vereinigten Staaten. Auch sie wollen an dem Treiben im fernen Amerika partizipieren und überlegen, ob es nicht für den Fremdenverkehr im eigenen Land sinnvoll wäre, den St. Patricks Day ebenso spektakulär zu feiern wie ihre amerikanischen Brüder. Dem Land täte es gut.

Auch in Düsseldorf feierte man den St. Patricks day kräftig.


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