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Internationales Workcamp in Krefeld

Jugendliche aus neun Nationen wirkten mit

Das Außengelände der städtischen Kindertagesstätte (Kita) Märklinstraße haben 14 junge Menschen aus neun Nationen in den vergangenen drei Wochen umgestaltet.

Krefeld - "Wir veranstalten das Workcamp nun zum 15. Mal in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Jugendgemeinschaftsdienst aus Bonn“, sagt Kathrin Blumenhagen vom Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung der Stadt Krefeld. An der Märklinstraße setzten die Jugendlichen ihre Arbeitskraft ein, um eine Matschanlage zu installierten, eine Sitzgruppe und Weidenzäune zu bauen sowie einen Sichtschutz für die Mülleimer zu konstruieren. Auch die Außenmauer haben sie wieder instand gesetzt und gestrichen. Neben der Freiwilligenarbeit stehen das Kennenlernen verschiedener kultureller Gegebenheiten und eine intensive Völkerverständigung im Mittelpunkt des Workcamps. "Die Teilnehmer erkunden auch das Land und ihre Stadt“, erklärt Nicole Thönnes, Projektreferentin vom Internationalen Jugendgemeinschaftsdienst (IJGD).

Kita-Leiterin Sabine Bender freut sich bereits auf die Gesichter der Kinder, die kommende Woche in das Haus an der Märklinstraße zurückkehren werden. "Sie werden sich besonders für die Matschanlage begeistern“, ist sich die Leiterin sicher. "Wasser ist für Kinder ein magisches Element“, so Bender. Nicht ganz so magisch gestaltete das "Wasser“ in Form von heftigen Regenfällen in den vergangenen Tagen den Arbeitsplan der Jugendlichen. "Wir liegen etwas zurück, aber alle packen jetzt noch mehr an, damit alles fertig wird“, sagt Fachberaterin Bettina Dewan vom Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung.

Rund fünf Stunden am Tag arbeiten die Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren aus Serbien, Russland, Spanien und Korea für das Projekt während ihrer Fünf-Tage-Woche. Geschlafen wird auf Feldbetten in der Kita. "Für viele ist es das erste Mal, dass sie alleine von Zuhause weg sind“, sagt Thönnes. Während der drei Camp-Wochen heißt es auch, sich selbst zu verpflegen, die Schlaf- und Waschräume sauber zu halten. "Sie lernen hier unter anderem, die Grenzen des anderen zu akzeptieren“, schildert Leonie. Sie ist eine der beiden Gruppenleiterinnen des Workcamps, die das Zusammenleben vor Ort im Blick haben. Die Pädagogikstudentin aus Deutschland hat sich um diese Leitungsstelle beim IJGD beworben. Spannend sei es, über die Menschen und Länder bei so einem Camp manches zu erfahren und von den anderen zu lernen. "Ich kann jetzt auch auf Armenisch bis zehn zählen. Außerdem habe ich die kleine und die große Begrüßungsbewegung auf Koreanisch erlernt“, so Leonie. Die Verständigung untereinander basiert auf Englisch. "Aber auch mit Händen und Füßen, wenn es nicht anders geht“, berichtet die Pädagogikstudentin.

In der kurzen Zeit hat die internationale Gruppe sich zu einer Gemeinschaft gefunden. Neben dem Camp erkunden die jungen Leute gemeinsam das Land und ihre "Wahlheimat“ Krefeld. "Die Leute hier sind sehr nett“, findet die 16-jährige Jana aus Estland. Besucht haben sie unter anderem den Krefelder Zoo. "Bei uns in Tallinn leben die Tiere in engen Käfigen und nicht wie hier in großen Gehege wie die Kamele“, berichtet Jana. Die gemeinsame Zeit in Krefeld gehe zwar nun leider bald zu Ende, doch über das Internet wollen sie untereinander in Kontakt bleiben. Bis zur abschließenden "Cleaning-Party“ am Wochenende haben die Jugendlichen noch einiges zu erledigen, wie den Wasseranschluss für die Matschanlage zu installieren. Fast fertig ist schon ein Insektenhotel samt Wandtafel. Damit sich nun nach den Sommerferien die 85 Kinder der Kita an der Märklinstraße über die Neuigkeiten freuen können, haben auch Mitarbeiter der Fachbereiche Grünflächen und Gebäudemanagement das Projekt unterstützt.

Die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste sind ein gemeinnütziger Verein und seit 1949 Träger der internationalen Jugendarbeit. Sie organisieren bundesweit Sommerferienprojekte für ausländische und deutsche Jugendliche in Zusammenarbeit mit Organisationen im Ausland. In einem IJGD-Workcamp treffen sich junge Leute aus den verschiedensten Ländern und Kulturen der Welt, um zwei bis vier Wochen zusammen zu leben und sich für ein sinnvolles Projekt zu engagieren. Die Teilnehmer setzen ihre Arbeitskraft für ein gemeinnütziges Projekt ein, wofür sie keinen Arbeitslohn, jedoch freie Unterkunft und Verpflegung erhalten. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.ijgd.de.


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