01.12.2022 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Orangene Bank in der Altstadt setzt ein Zeichen

Düsseldorf bekennt Farbe: Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November steht unter dem Motto "Orange your City".

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Düsseldorf - Als kreative Reaktion auf die bundesweiten Energiespar-Vorhaben wurde in diesem Jahr von der Beleuchtung zentraler Gebäude abgesehen und stattdessen vom Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung eine orangene Bank mit dem Schriftzug "No Violence - Kein Platz für Gewalt gegen Frauen und Mädchen" an zentral am Carlsplatz platziert. NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul und Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller stellten die Aktion in der Düsseldorfer Altstadt gemeinsam vor. "An diesem Tag soll allen noch einmal gesamtgesellschaftlich ins Bewusstsein gebracht werden, dass Frauen noch immer tagtäglich Opfer von Geschlechts bezogener Gewalt werden", erklärt Ministerin Paul. "Deswegen ist es so wichtig, dass wir heute mit dieser Bank im öffentlichen Raum ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt setzen und uns gemeinsam einsetzen und hinsetzen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen."

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Normalerweise beleuchten wir öffentliche Gebäude, und setzen farbige Zeichen. Weil das in Zeiten, in denen wir Energie sparen müssen, nicht so ohne Weiteres möglich ist, haben wir uns heute entschieden, diese Bank aufzustellen, um ein Zeichen zu setzen. 'No violence - Kein Platz für Gewalt gegen Frauen und Mädchen' steht auf dieser Bank, und sie ist jetzt gut sichtbar hier im Stadtbild vertreten. Wenn man sich vor Augen führt, dass jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens einmal von Gewalt betroffen ist, dann ist das eine erschreckend hohe Zahl. Deshalb gilt es jetzt aufzuklären, Prävention zu betreiben und die Opfer zu schützen."

Die Leiterin des Amtes für Gleichstellung und Antidiskriminierung, Elisabeth Wilfart, machte zudem deutlich, dass geschlechtsspezifische Gewalt ein alltägliches Problem sei, dass auch über den Aktionstag hinaus Beachtung finden müsse. Diese Tatsache fand auch in der Konzeption der Anti-Gewalt-Aktion seine Berücksichtigung: "Um eine Wirkung über den Aktionstag zu gewährleisten und eine breite Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren, wird die orangene Bank 'auf Tour gehen' und an verschiedenen öffentlichen Orten platziert werden, unter anderem im Rathausfoyer und verschiedenen Stadtbüchereien."

Um weiter auf die Hilfeinfrastruktur der Stadt Düsseldorf aufmerksam zu machen, wird die Bank von einem Informationsflyer begleitet. Um unmittelbar selbst aktiv zu werden, sind die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, unter dem Hashtag #orangedaysduesseldorf ein Foto mit der Bank posten.

Weitere Aktionen unter anderem: Am Rathaus und anderen städtischen Gebäuden wurden am 25. November Flaggen gehisst mit Aufdrucken der Telefonnummern des bundesweiten Hilfetelefons "08000116016". Das Hilfetelefon steht seit 2013 als bundesweites, kostenfreies Beratungsangebot rund um die Uhr vertraulich zur Verfügung. Neben einer telefonischen Beratung (in deutscher Sprache sowie in 17 Fremdsprachen) gibt es auch eine Online-Beratung.

Bereits am 22. November bot das Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung einen gut frequentierten Online-Vortrag zum Thema "Femizide - Frauenmorde in Deutschland" an.

Weitere Infos zum Aktionstag unter www.duesseldorf.de/gleichstellung.


Werbung

Copyright 2019 © Xity Online GmbH