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International agierender Bande auf der Spur

LKA durchsucht Wohnungen in Düsseldorf

Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA NRW) und des Zollfahndungsamtes Essen haben am frühen Dienstagmorgen, 8. April 2014, die Wohnungen von insgesamt fünf Beschuldigten, u.a. im Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel, durchsucht.

Düsseldorf - Parallel dazu erfolgten entsprechende Maßnahmen durch die Beamten an deren Bankschließfächer und Firmenanschriften im Stadtgebiet. Den beiden Hauptbeschuldigten wird zur Last gelegt, als Mitglieder einer international agierenden Bande einen Betrug im Zusammenhang mit einem Goldgeschäft begangen zu haben. Bei den beiden Hauptbeschuldigten handelt es sich um eine 33 Jahre alte, aus Ghana stammende, Düsseldorferin und ihren Lebensgefährten, einen 47-jähriger Investmentbanker, der ebenfalls in Düsseldorf lebt.

Der Tatverdacht geht auf die Strafanzeige eines Geschäftsmannes aus Essen beim Dezernat 13 (GFG- Gemeinsame Finanzermittlungsgruppe Polizei/Zoll) des LKA NRW zurück, der in der Vergangenheit bereits erhebliche Summen bei dem Investmentbanker, der Geschäftsführer mehrerer Firmen mit Geschäftssitz auf der Düsseldorfer Königsallee ist, investiert hatte. Der Geschädigte hat angegeben, bei dem Beschuldigten in mehreren Teilbeträgen insgesamt rund 750.000 EUR für den Export von 500 kg Gold aus Ghana gezahlt zu haben. Zu einer Ausfuhr des Goldes sei es jedoch nicht gekommen. Die Teilzahlungen sollten zum Teil der Finanzierung von Gebühren, Nebenkosten und angeblich zu zahlender Ausfuhrsteuer dienen, die nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen tatsächlich gar nicht angefallen wären und aus denen die mutmaßlich weitgehend vermögenslosen Hauptbeschuldigten ihren aufwendigen Lebensunterhalt finanziert haben sollen. Dabei soll der beabsichtigte Export des Goldes aus Ghana lediglich vorgetäuscht worden sein. Die Angaben des Geschädigten wurden weitgehend von einem Tatbeteiligten bestätigt, der bei einer Reise des Geschädigten mit den beiden Hauptbeschuldigten nach Ghana als deren Bodyguard fungiert habe.

Bereits im Jahr 2010 war die 33-jährige Beschuldigte wegen ähnlicher Geschäfte mit Gold aus Ghana in Erscheinung getreten. Nachdem mehrere Verdachtsanzeigen von Geldinstituten nach dem Geldwäschegesetz erstattet wurden, verurteilte das Landgericht Düsseldorf nach umfassenden Ermittlungen des Dezernats 13 des LKA NRW die Beschuldigte wegen Betruges zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren unter Strafaussetzung zur Bewährung. Ein Geschädigter, dem die Beschuldigte vorgespiegelt hatte, die Tochter eines Fürsten aus Ghana zu sein, hatte seinerzeit 300.000,-- EUR in den Verkauf von Goldstaub aus einer Mine in Ghana investiert, der wegen angeblicher Lieferprobleme nicht exportiert wurde. Die beiden Beschuldigten wurden aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Düsseldorf festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen dauern weiter an.


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