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Innenminister besorgt über Einbrecherbanden

Zahl der Einbrüche steigt auf knapp 150.000

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent auf 149.500 Fälle gestiegen.

Berlin - Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat sich besorgt über gut vernetzte und mobile Gruppierungen gezeigt, die für viele Einbrüche in Deutschland verantwortlich sein sollen. Diese Gruppen arbeiteten nach dem Muster der Organisierten Kriminalität, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz der Länder, Nordrhein-Westfalens Ressortchef Ralf Jäger (SPD), sprach von einem "neuen Typ Einbrecher", der die Polizei vor neue Herausforderungen stelle. Der Statistik zufolge stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent auf 149.500 Fälle. Besonders betroffen seien Großstadtregionen gewesen. Jäger und de Maizière kündigten eine stärkere Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden der Bundesländer, des Bundes sowie der Nachbarstaaten an, um das Phänomen zu bekämpfen.

Als erfreulich bezeichnete de Maizière den 2013 verzeichneten Rückgang der Jugendkriminalität. Die Zahl der Tatverdächtigen im Alter von 14 bis 18 Jahren sei um fünf Prozent gesunken. Der Rückgang der Gewaltkriminalität sei mit 11,9 Prozent sogar noch weit stärker gewesen. "Das freut uns sehr", sagte der Minister. Es widerlege manche Klischees und sei Ausdruck des Engagements von Schulen, Vereinen und Initiativen sowie der Arbeit von Polizei und Justiz.

Insgesamt blieb die Zahl der polizeilich gemeldeten Straftaten nahezu konstant. Sie lag bei etwa 5,962 Millionen Delikten und damit geringfügig unter dem Wert von 2012 (5,997 Millionen). Auch die Aufklärungsquote blieb mit 54,5 Prozent fast gleich (2012: 54,4 Prozent).

(xity, AFP)


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