In Türkei festgesetzte deutsche Journalisten wieder frei

Gruppe wird in Diyarbakir vernommen

Drei am Wochenende in der Türkei festgenommene deutsche Fotojournalisten sind wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Diyarbakir - Im Laufe des Tages solle die Gruppe von der Staatsanwaltschaft der Kurdenhochburg Diyarbakir vernommen werden, teilte die türkische Sektion der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) mit.

Unterstützern zufolge waren die drei freien Fotoreporter am Samstagabend während Recherchen in Diyarbakir im Südosten der Türkei festgenommen worden. Ihnen werde vorgeworfen, als "Provokateure" aufgetreten zu sein. Die deutsche Botschaft in Ankara wurde eingeschaltet. Die Deutschen arbeiten für eine Agentur sowie für mehrere Zeitungen und Zeitschriften.

Die Bevölkerung Diyarbakirs ist überwiegend kurdischstämmig. In den vergangenen Tagen hatte es in mehreren Städten der Türkei Proteste von Kurden gegeben. Sie richteten sich gegen die Zurückhaltung der Regierung angesichts des Vormarschs der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) in den nordsyrischen Kurdengebieten rund um die Stadt Kobane.

(xity, AFP)