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In Krefeld wird WARN-geSTREIKt

Stahlwerker machen ihrer Forderung Beine

Zu Warnstreiks und Aktionen hat die IG Metall aufgerufen, nachdem die Arbeitgeber auch in der dritten Tarifverhandlung am 30. Juni 2014 kein Angebot für die 75.000 Beschäftigten der Eisen- und Stahlindustrie in Nordwestdeutschland vorgelegt haben.

Krefeld - Die Stahlwerker haben Ihrer Forderung Beine gemacht: am Dienstag in Dillenburg, Mittwoch in Bochum und Bremen, Donnerstag und Freitag in Krefeld und Duisburg und Freitag in Düsseldorf, Mühlheim, Gelsenkirchen, Witten, Osnabrück, und Salzgitter – in über 50 Betrieben werden über 15.000 Beschäftigte Zange und Kulli liegen lassen.

Der Sprecher der Metaller bei Outokumpu-Nirosta, Günter Cranen zeigte noch mal auf worum es in dieser Auseinandersetzung geht: "Wir wollen fünf Prozent mehr Geld. Wir wollen das die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten, die wir 2011 durchgesetzt haben, auch in Zukunft gilt. Wir wollen neue Regeln für die Altersteilzeit, weil es jetzt die Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren gibt. Und wir wollen faire Werkverträge! "

Manfred Dornbusch, Sprecher der DEW-Vertrauensleute bei den Edelstahlwerken brachte die Stimmung auf den Punkt: "Wer im Betrieb Tag für Tag oder Nacht für Nacht seine Leistung bringt, der lässt sich nicht billig abspeisen – Nullnummer nicht mit uns!"

Koray Sengün von der Nirosta Jugend-Auszubildendenvertretung in Krefeld machte es kurz und knackig: " Die Azubis brauchen Geld und Perspektive, 5% und Übernahme..." "unbefristet" riefen die zahlreichen Azubis, beim zweiten und dritten mal stimmten auch viele andere mit ein.

Der Geschäftsführer der IG Metall Krefeld, Ralf Claessen, begründete das Forderungspaket: "Mehr Geld! Für Werker, Angestellte und Azubis – 5%. Warum? Die Tarifkommissionsmitglieder haben das Ohr an die Mitglieder gehalten und gefragt und diskutiert. Wir werfen immer einen Blick zurück und einen nach vorn. Rückspiegel: März 2013 haben wir 3% bei 15 Monaten vereinbart, 5% ATZ und 26,59 € AVWL für Azubis. Blick nach vorn: 2,9% ist aus unserer Sicht der verteilungsneutrale Spielraum. Inflation 1,7% und Produktivitätszuwachs von 1,2%. Und der Rest bis 5% ist knallharte Auseinandersetzung. Unsere qualitativen Forderungen - Verlängerung von Altersteilzeit und unbefristeter Übernahme sowie faire Werkverträge - kosten keinen Euro. Die Auftragslage zieht an, die Auslastung wird besser - und davon müssen wir auch etwas abbekommen."


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