16.07.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Immer weniger Studiengänge sind zulassungsbeschränkt

Immer weniger Studiengänge sind zulassungsbeschränkt

Numerus-Clausus-Quote in Hamburg und Bremen am größten

Der Anteil an zulassungsbeschränkten Studiengängen ist zum Wintersemester 2015/2016 um 3,5 Prozent gesunken.

Berlin - Der Anteil an zulassungsbeschränkten Studiengängen ist bundesweit gesunken. Im Wintersemester 2015/2016 sind im Durchschnitt 42 Prozent der Studiengänge mit einem Numerus Clausus (NC) belegt und damit 3,5 Prozentpunkte weniger als noch vor zwei Jahren, wie eine vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh veröffentlichte Untersuchung zeigt. Von Bundesland zu Bundesland gibt es allerdings deutliche Unterschiede.

Am schwersten zugänglich sind demnach Studiengänge in Hamburg und Bremen, dort gibt es eine Numerus-Clausus-Quote von 68,6 Prozent beziehungsweise 65 Prozent. Ganz anders sieht es in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Rheinland-Pfalz aus: Dort ist im kommenden Wintersemester jeweils nur rund ein Viertel aller Studiengänge zulassungsbeschränkt.

Der bundesweite Rückgang der zulassungsbeschränkten Studiengänge zeigt nach Einschätzung des CHE, dass Hochschulen und Politik offensichtlich auf die deutlich steigende Zahl an Studenten regieren. Auch das Auslaufen der doppelten Abiturjahrgänge dürfte eine Rolle gespielt haben. Ausschlaggebend für den Bundestrend seien aber vor allem die stark gesunkenen NC-Quoten in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin in den vergangenen beiden Jahren.

Die höchsten Numerus-Clausus-Quoten gibt es in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit 53,8 Prozent, die geringsten Quoten in den Sprach- und Kulturwissenschaften mit 30,5 Prozent. Allerdings gibt auch hier enorme Unterschiede. So ist an bayerischen Universitäten nur jeder dritte Studiengang in Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften mit einem NC belegt, an bayerischen Fachhochschulen liegt die Quote in der gleichen Fächergruppe bei fast 90 Prozent. Umgekehrt ist es bei den Sprach- und Kulturwissenschaften in Berlin, wo acht von zehn Studiengängen an Unis, aber nur weniger als ein Drittel an den Fachhochschulen zulassungsbeschränkt sind.

(xity, AFP)


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