IMK-Vorsitzender lobt Fortschritte beim Bamf

Saarlands Innenminister Bouillon: Es sieht deutlich besser aus

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK) der Länder, Saarlands Ressortchef Klaus Bouillon (CDU), sieht deutliche Fortschritte bei der Bearbeitung von Asylverfahren durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf).

Berlin - "Es sieht deutlich besser als vor drei Monaten aus", sagte Bouillon am Freitag im Hessischen Rundfunk. Es seien mehr als 2000 Menschen eingestellt worden, die Bearbeitungszeit sei deutlich schneller geworden.

Bamf-Chef Frank-Jürgen Weise will am Freitagmorgen eine Bilanz des vergangenen Jahres ziehen und einen Ausblick auf dieses Jahr geben. Seine Behörde stand in der Vergangenheit wegen der Bearbeitungszeit von Asylanträgen immer wieder in der Kritik. Auch die Innenminister der Länder hatten bei ihrer Herbstkonferenz Anfang Dezember schnellere Verfahren gefordert und vor allem Weise scharf angegriffen.

Bouillon nahm den Bamf-Chef nun in Schutz. "Hexen kann niemand", sagte der saarländische Innenminister. Weise sei es gelungen, die verschiedenen Computerprogramme und Systeme aufeinander abzustimmen. Vorher hätten alle nebeneinander gearbeitet - die Kommunen, die Länder und der Bund. Das habe sich "deutlich verbessert".

"Das Problem ist, wir haben keine Zeit", sagte der IMK-Vorsitzende. Es gebe zu viele Rückstände. Bis die aufgearbeitet seien, vergingen noch einige Monate. "Es kamen zu viele Menschen in zu kurzer Zeit. Keine Verwaltung auf der Welt wäre in der Lage gewesen, das in der Kürze der Zeit zu organisieren", zeigte sich Bouillon überzeugt.

(xity, AFP)