14.11.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Im vergangenen Jahr häufig extremes Niedrigwasser in Flüssen

Im vergangenen Jahr häufig extremes Niedrigwasser in Flüssen

Regierungsantwort auf Grünen-Anfrage

Im vergangenen Jahr herrschte an mehr als der Hälfte der größten deutschen Flüsse an mehr als 100 Tagen extremes Niedrigwasser.

Berlin - Das geht aus Antworten der Regierung auf Anfragen der Grünen im Bundestag hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag in Berlin vorlagen. Demnach führte die Elbe an 183 Tagen extremes Niedrigwasser, im Rhein war dies 132 Tage lang der Fall.

Das vorige Jahr war durch eine anhaltende Dürre- und Hitzeperiode gekennzeichnet. "Die Klimakrise erreicht unsere Flüsse", erklärte die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Steffi Lemke. Die Bundesregierung müsse endlich handeln. Nötig seien ein schneller Kohleausstieg und ein wirksames Klimaschutzgesetz, das für jeden Ministeriumsbereich verbindliche C02-Einsparziele festschreibe. Zuerst hatte die "Rheinische Post" über das Thema berichtet.

"Dieser Wassermangel hat fatale Auswirkungen auf Umwelt und Artenvielfalt. Für Tiere und Pflanzen ist dieser Wassermangel der pure Stress", erklärte Lemke. "Auch die Folgen für die Wirtschaft sind massiv." Der Klimawandel werde solche Extreme noch verstärken.

Den Regierungsdaten zufolge herrschte laut Grünen an neun der 15 größten Flüsse in Deutschland 2018 an mehr als 100 Tagen extremes Niedrigwasser. Durchschnittlich war dies an den 15 größten Flüssen im vergangenen Jahr an einem Drittel des Jahres oder an 112 Tagen der Fall. Die Bezeichnung stammt von den Grünen und wurde für Zeiten gewählt, in denen die Werte unter dem mittleren Niedrigwasserabfluss lagen.

(xity, AFP)


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