24.08.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Im Stadtgebiet ist immer noch Vorsicht geboten

Im Stadtgebiet ist immer noch Vorsicht geboten

Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren

Die Aufräumarbeiten nach dem Sturm Ela halten das Garten-, Friedhofs- und Forstamt weiter in Atem.

Düsseldorf - Die Feuerwehr hat den Ausnahmezustand für die Retter aufgehoben. Das darf aber nicht als Signal dafür gewertet werden, dass bereits alle Gefahrenstellen beseitigt wurden. Für die Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger und Gäste der Stadt gilt: Es ist immer noch Vorsicht geboten! In Wäldern, Grünanlagen und auf Friedhöfen
hängen immer noch viele angebrochene Äste, die jederzeit herunter fallen können. Fußgänger, Jogger und Radfahrer sollten keinesfalls bestehende Absperrungen missachten!
Im Gartenamt werden alle weiteren Aufräumarbeiten koordiniert. Derzeit werden alle Grünanlagen überprüft, Parkanlagen, Kinderspielplätze, Straßenbäume, Friedhöfe, Außengelände von Schulen, Kindertagesstätten und Verwaltungsgebäuden. Die Liste ist lang, über 4.000 Objekte gilt es zu begutachten. Die Mitarbeiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes sind seit dem Sturm Ela im Dauereinsatz, sie haben feiertags und samstags gearbeitet und setzen alles daran, den Düsseldorfern die Grünanlagen möglichst bald wieder zur Verfügung stellen zu können. Allerdings steht die Sicherheit im Vordergrund.
Noch sind alle Parkanlagen aber gesperrt, auch noch Tage nach dem Sturm sind in städtischen Grünanlagen Bäume umgestürzt. Ausflüge in die zum Teil noch nicht geräumten Bereiche von Parkanlagen bergen Gefahren, zum Beispiel durch lose Äste in Baumkronen, die herunterstürzen können, aber auch durch umgestürzte Bäume, die einige zu Kletteraktionen verleiten. Sobald erste Parkanlagen ganz oder in Teilen freigegeben werden können, wird das erfolgen. Die denkmalgeschützten Parkanlagen genießen einen besonderen Schutz. Seit einer Woche werden die Schäden kartiert. Die Bestandsaufnahme ist in diesem Fall besonders wichtig. Gartendenkmalpflege gehört zu den schwierigsten Aufgaben der Denkmalpflege. Es gilt eine Strategie zum Wiederaufbau zu entwickeln.
Im Straßenraum ist die Gefahr durch gebrochene Äste die jetzt austrocknen und unvermittelt herabstürzen können, sehr groß. Auch wenn schon durch die Feuerwehr oder andere Rettungskräfte viele akute Gefahrenstellen beseitigt wurden, müssen alle Bäume noch einmal von den Baumkontrolleuren des Gartenamtes überprüft werden. Hauptverkehrsstraßen haben dabei Vorrang, aber auch alle Seiten- und Wohnstraßen werden begutachtet.
Der Gerresheimer Waldfriedhof und die Friedhöfe Itter, Kalkum, Angermund und Hubbelrath sind wieder geöffnet. Die anderen städtischen Friedhöfe müssen aus Sicherheitsgründen noch geschlossen bleiben. Es wird alles daran gesetzt, um die Arbeiten zügig voranzubringen. Beerdigungen können aber auf allen Friedhöfen stattfinden. Der Nordfriedhof und der Friedhof Heerdt haben so gravierende Schäden, dass die Aufräumarbeiten noch einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen werden.
Der Düsseldorfer Stadtwald bleibt weiter komplett gesperrt. Den Grafenberger und Aaper Wald sowie den Eller Forst hat es am schwersten getroffen. Überall laufen die Aufräumarbeiten im Forst. Es wird jedoch dringend davor gewarnt den Wald zu betreten, es besteht Lebensgefahr. Der Wildpark kann aber wie angekündigt zum 1. Juli wieder geöffnet werden.
Die Außenanlagen der Schulen werden bis zum Ende dieser Woche geräumt, gesichert und freigegeben. Auch bei den Kindertagesstätten geht es voran, die Kinder können bis Mitte nächster Woche wieder ihre Spielflächen nutzen. Vorrangiges Ziel ist es auch, die Spielplätze im Stadtgebiet für die Kinder wieder zu öffnen. Die Wasserspielplätze und Freizeitanlagen sind dabei besonders wichtig. Das Gartenamt setzt alles daran, die Anlagen wieder in Betrieb nehmen zu können. Der Wasserspielplatz auf dem Alten Bilker Friedhof ist aber so stark zerstört, dass er nicht kurzfristig geöffnet werden kann. Es wird kontinuierlich weiter über den Fortschritt der Aufräumarbeiten berichtet. Sobald die Verkehrssicherheit in den öffentlichen Grünanlagen gewährleistet werden kann, werden die Düsseldorfer darüber informiert.

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