16.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Im Jemen vermisste Familie aus Sachsen ist tot

Im Jemen vermisste Familie aus Sachsen ist tot

Familie wurde vor fünf Jahren verschleppt

Drei Mitglieder einer vor fünf Jahren im Jemen entführten Familie aus Sachsen sind tot.

Berlin - Dies habe das Auswärtige Amt in einem Schreiben an die Angehörigen mitgeteilt, bestätigte Pfarrer Reinhard Pötschke, Schwager des entführten Familienvaters, in Radebeul der Nachrichtenagentur AFP. In dem Schreiben heiße es, gemäß dem "zuverlässigen nachrichtendienstlichen Aufkommen" seien der Vater, die Mutter und ihr kleiner Sohn getötet worden beziehungsweise verstorben.

Die aus Sachsen stammenden Sabine und Johannes H. sowie zwei Töchter und ein kleiner Sohn waren am 12. Juni 2009 zusammen mit zwei deutschen Pflegehelferinnen, einem britischen Ingenieur und einer südkoreanischen Lehrerin im nördlichen Jemen verschleppt worden. Die beiden Pflegehelferinnen und die Südkoreanerin wurden kurz darauf in der Provinz Saada, einer Hochburg schiitischer Aufständischer, tot aufgefunden.

Die beiden Töchter der sächsischen Familie kamen im Mai 2010 frei. Die heute acht und zehn Jahre alten Mädchen leben bei Familienangehörigen in Sachsen. In den vergangenen Jahren hatte es mehrfach Berichte und Spekulationen über den Tod von Sabine und Johannes H. sowie des Jungen gegeben. Das Paar gehörte einer freien evangelischen Gemeinde an und war im Jemen als Entwicklungshelfer tätig.

(xity, AFP)


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