"Ich trag' Helm"

Tipps zum Start in die Fahrradsaison

Schon erstaunlich: 91 Prozent der Handybesitzer schützen ihr Gerät mit einer Hülle, aber nur 17 Prozent der Radfahrer ihren Kopf mit einem Helm.

Berlin - Uns scheinen unsere Handys also tatsächlich wirklich wertvoller zu sein als unsere Köpfe. Dabei gibt's durchaus sehr gute Gründe, beim Radeln freiwillig einen Helm zu tragen. Immer mehr Deutsche fahren heute mit dem Rad zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen. Und angesichts des manchmal oft chaotischen Verkehrs auf unseren Straßen, besteht natürlich auch immer die Gefahr eines Unfalls oder eines Sturzes.

"Und in solchen Fällen schützt natürlich ein Fahrradhelm. Ein Helm verstärkt sozusagen die Schädeldecke und stellt dadurch eine Knautschzone her zwischen dem Kopf und der Straße. Das bedeutet, er wirkt wie ein Stoßdämpfer, der die Aufprallenergie, die entsteht bei einem Sturz, auffängt. Deshalb wird allerdings der Helm beim Aufprall auch zusammengestaucht. Manchmal sind es nur Haarrisse, wenn es ein kleiner Sturz war, aber manchmal ist der Helm auch komplett zerstört. Egal, wie: Nach dem Sturz sollte der Helm unbedingt ausgetauscht werden", empfiehlt Hannelore Herlan von der Initiative "Ich trag' Helm" der Deutschen Verkehrswacht und gibt für den Helmkauf gleich auch noch ein paar gute Tipps: "Also, grundsätzlich gilt, dass der Preis nichts über die Sicherheit, über die Schutzwirkung eines Helms aussagt. Sondern wichtig ist, dass das Modell passt. Das bedeutet: Der Helm sollte in die Stirn hineinragen, wenn man ihn aufsetzt. Er darf nicht zu eng sein, er darf aber auch nicht locker sitzen, sodass man ihn auf dem Kopf drehen kann. Am besten probiert man ihn im Geschäft aus und lässt sich auch beraten, probiert auch mal unterschiedliche Modelle - dann findet man schon den richtigen."

Und den sollten nicht nur Kinder tragen, sondern auch die Erwachsenen. Die sind laut Statistik nämlich besonders gefährdet "...denn im Alter lassen die Beweglichkeit und die Reaktionsfähigkeit nach, und auch die Kraft. Und wenn es zu einem Unfall kommt, dann brauchen sie oft viel länger, um auch wieder gesund zu werden. Ganz wichtig ist uns als Deutsche Verkehrswacht, dass man einen Helm trägt - egal, wie alt man ist und egal, wo man Fahrrad fährt: Ob man in der Stadt fährt oder auf dem Land, ob man im Urlaub fährt oder jeden Tag", so Herlan abschließend.