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Hormone im Koffer

Zöllner finden 221 Ampullen Testosteron

221 Ampullen Testosteron fanden Zöllner am Düsseldorfer Flughafen am 5. Juli 2014 bei einem Reisenden aus dem Iran.

Düsseldorf - Der 23-jährige Wuppertaler, der medizinische Informatik studiert, wollte den Zollbereich durch den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren verlassen, als die Zöllner ihn zur Röntgenkontrolle des Reisegepäcks baten. Auf dem Röntgenbild entdeckten sie zunächst mehrere Ampullen, die sich bei näherer Betrachtung als Testosteronkuren (220 Ampullen á 1mg, 1 weitere Ampulle mit 10mg) entpuppten. Nach Auskunft des Beschuldigten habe er Personen, die sehr gut trainiert aussahen, gefragt, wie sie das schafften. Diese hätten ihm dann die entsprechenden Mittel empfohlen, die er sich direkt von einem Arzt im Iran habe verschreiben lassen.
"Es kommt immer mal wieder vor, dass wir Anabolika bei Reisenden finden. Da diese auf Dauer das Herz schädigen können, schmuggeln einige Beschuldigte auch gleich Herzmedikamente mit ein. Teilweise werden auch Mittel zur Brustkrebstherapie als Anabolika konsumiert“, so Michael Walk, Pressesprecher des Hauptzollamts Düsseldorf.
Die Zöllner leiteten gegen den Beschuldigten ein Strafverfahren wegen Bannbruchs (Einfuhr verbotener Gegenstände) in Verbindung mit einem Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz ein. Das Testosteron ist sichergestellt und wird nach Abschluss des Verfahrens vernichtet.

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