26.09.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Hooligan-Demonstration in Hannover soll verboten werden

Hooligan-Demonstration in Hannover soll verboten werden

"Auf gewalttätige Auseinandersetzungen ausgerichtet"

Niedersachsens Behörden prüfen weiterhin rechtliche Schritte gegen eine für den 15. November angemeldete Anti-Islamismus-Demonstration in Hannover.

Hannover - Derzeit sei davon auszugehen, dass hinter der Anmeldung die Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) stehe, teilte die Behörde mit. Bei einer Demonstration der Gruppierung vor knapp zwei Wochen in Köln hatte es schwere Krawalle gegeben, bei denen 49 Polizisten leicht verletzt worden waren.

Auch die Demonstration in Hannover sei nach derzeitigen Erkenntnissen "auf gewalttätige Auseinandersetzungen ausgerichtet", erklärte die Polizei. "Auf Gewalt ausgerichtete Veranstaltungen genießen nicht den Schutz des Versammlungsrechts", unterstrich Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe.

Die Polizei informierte demnach den Anwalt des Anmelders telefonisch über das beabsichtigte Verbot. Der Anmelder könne nun bis Anfang nächster Woche dazu Stellung beziehen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte den Behörden in Hannover am Mittwoch ein Verbot der geplanten Kundgebung empfohlen. Er wolle sie "ausdrücklich ermuntern", einen solchen Schritt zu gehen, hatte der Minister im Bundestag gesagt.

(xity, AFP)


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