10.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Homo-Ehe wird immer mehr zum Zankapfel von Schwarz-Rot

Homo-Ehe wird immer mehr zum Zankapfel von Schwarz-Rot

Tauber weist Fahimis Kritik an Kramp-Karrenbauer zurück

Die Homo-Ehe wird mehr und mehr zum Zankapfel in der großen Koalition.

Berlin - CDU-Generalsekretär Peter Tauber warf seiner SPD-Kollegin Yasmin Fahimi auf "Zeit Online" vor, ihre "verleumderischen Angriffe" auf die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) seien "weit unterhalb der Gürtellinie" gewesen. Allerdings sei er derlei von Fahimi "inzwischen gewohnt".

Fahimi hatte Kramp-Karrenbauer Berichten zufolge vorgeworfen, gleichgeschlechtliche Partnerschaften mit Inzucht und Polygamie gleichzusetzen. "Damit erreicht die Debatte über die Ehe für alle einen neuen Tiefpunkt", sagte die SPD-Generalsekretärin.

Kramp-Karrenbauer hatte der "Saarbrücker Zeitung" gesagt, es gebe in der Bundesrepublik bisher eine klare Definition der Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau. "Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen."

Tauber sagte zu den Äußerungen Kramp-Karrenbauers, deren Befürchtungen teile er "überhaupt nicht". Die Art und Weise, wie manche auf die Äußerung reagiert hätten, sei aber "ziemlich daneben".

Kramp-Karrenbbauers Äußerungen hatten nicht nur bei der SPD, sondern auch bei Linken und Grünen für Empörung gesorgt. Die Berliner Rechtsanwältin Sissy Kraus hatte Strafanzeige gegen die Ministerpräsidentin erstattet.

Die Debatte über die Homo-Ehe war neu entbrannt, nachdem die Iren bei einem Referendum für die Gleichstellung der Homo-Ehe gestimmt hatten. Eine völlige Gleichstellung lehnt die Union im Gegensatz zur SPD ab.

(xity, AFP)


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