20.06.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Hohes Interesse an schnellem Internet

Hohes Interesse an schnellem Internet

Glasfaser-Ausbau in Bocholts Außenbezirken

Was wird gefördert? Welche Kosten kommen auf die Haushalte zu? Welche Tarife gibt es, was für Produkte? Viele Fragen wurden am 3. Juni 2019 zum Thema Breitband-Ausbau in Bocholts Außenbereichen gestellt.

Bocholt - Die Stadtverwaltung und die Bocholter Energie- und Wasserversorgung (BEW) hatten zum Informationsabend ins Stadttheater geladen, rund 250 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen. Ihre Haushalte liegen in jenen Gebieten, die als "unterversorgt" gelten, was die Internetgeschwindigkeit betrifft.

Breitband-Offensive bis Ende 2021
Die Stadt baut bekanntlich ihr Glasfaser-Netz aus in den Außenbezirken. Betroffen davon sind insgesamt rund 1.800 Haushalte. Sie werden ans schnelle FTTH-Netz (Fiber-to-the-home) angeschlossen. Bis Ende 2021 werden über 600 Kilometer Glasfaser verlegt sein, wie BEW-Chef Jürgen Elmer mitteilte. 15 Mio Euro werden vom Land NRW über den europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER) gefördert, rund 2. Mio steckt die Stadt selbst in den Ausbau.

Seit Mitte April 2019 hat die BEW mit den Arbeiten begonnen, und zwar schrittweise in neun abgesteckten Gebieten (sog. Ausbaulose), strahlenförmig von innen nach außen. Grundlage für den Ausbau ist eine Liste mit Hauskoordinaten. Sie enthält alle Straßen und Hausnummern, die angeschlossen werden.

Sascha Terörde, Leiter des Zukunfts- und Strategiebüros der Stadt Bocholt, erörterte die Rahmenbedingungen für die Glasfaser-Offensive: Nach einem sogenannten Markterkundungsverfahren im Jahr 2016 hat es bis Anfang des vergangenen Jahres gedauert, bis der Förderbescheid vorlag. "Die Förderung durch das Land NRW und die EU versetzt nun die Stadt in die Lage, über die BEW die unterversorgten Außenbereiche mit einem Glasfasernetz zu erschließen", fasste Terörde zusammen.

10 m Meter kostenlos
Hierbei wird dieser Lichtwellenleiter jeweils bis in die einzelnen Häuser gelegt. Aufgrund des Förderrahmens sind die ersten 10 Meter auf dem eigenen Grundstück kostenfrei, je nach Lage der Immobilie kommen darüber hinaus Material- und Verlegekosten hinzu. Grundsätzliche Fragen zur Nutzung des Angebotes BEW-Speed, den Verlegemethoden, der Nutzung vorhandener Leerrohre, des möglichen Kostenrahmens wurden in den gut eineinhalb Stunden beantwortet.

Fragen zu speziellen Einzelfällen wurden auf Vor-Ort-Termine vertagt. Die BEW wird diese mit den einzelnen Hauseigentümern klären. Diejenigen, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten, erhalten rechtzeitig vor dem jeweiligen Ausbau ein Schreiben der BEW. Auch hier wird dann ein Vor-Ort-Termin angeboten.

„Froh, dass es losgeht“
„Wir sind froh, dass es nun endlich losgeht!“, war der Tenor, den man nach dieser Veranstaltung von vielen Zuhörern vernehmen konnte.

Bis zum Herbst 2021 soll der Ausbau im Außenbereich abgeschlossen sein. „Es ist eine sportliche Aufgabe, aber nach den bisher gemachten Erfahrungen sind wir sehr optimistisch, dieses Ziel auch zu schaffen“, so BEW-Geschäftsführer Jürgen Elmer.

Internet
Weitere Informationen zum Bocholter Breitbandausbau unter www.bew-speed.de.


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