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Hofreiter legt sich nicht auf Koalitionspartner fest

Oppermann sieht Rot-Rot-Grün weiterhin skeptisch

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat eine Festlegung auf künftige Koalitionspartner seiner Partei abgelehnt.

Berlin - "Rot-Grün wird auch in Zukunft unsere bevorzugte Option sein, aber nicht unsere einzige", sagte Hofreiter der "Bild"-Zeitung. Er empfahl seiner Partei, sie solle auch "gesprächsfähig bleiben sowohl zur Linken als auch zur Union". Gräben zur Union seien zwar noch da, aber "nicht unüberwindbar".

Auch SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann schloss ungeachtet der Differenzen zwischen SPD und Linken besonders in der Außenpolitik ein rot-rot-grünes Bündnis im Bund für die Zeit nach der Bundestagswahl 2017 nicht aus. "In dreieinhalb Jahren werden die Karten neu gemischt. Das ist noch lange hin", sagte er ebenfalls der "Bild"-Zeitung.

Derzeit halte er Rot-Rot-Grün allerdings eher für unwahrscheinlich, schränkte Oppermann ein. Er verwies auf Unterstützung aus den Reihen der Linken für Russlands Präsidenten Wladimir Putin. "Die Linke kann es nicht. In der Außen- und Europapolitik haben sie kein Konzept, das Deutschlands Verantwortung in der Welt gerecht wird", sagte der SPD-Politiker.

Linken-Fraktionschef Gregor Gysi hatte sich am Mittwoch dafür ausgesprochen, ab Herbst Gespräche zwischen SPD, Grünen und Linken zu führen, um Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit auszuloten. Wegen der unterschiedlichen Bewertungen des russischen Vorgehens in der Ukraine hatten die SPD-Netzwerker vergangene Woche ein geplantes Treffen mit Gysi zum Thema Rot-Rot-Grün abgesagt.

(xity, AFP)


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