Hoeneß erhält Ausgang aus JVA Landsberg

Ex-Bayern-Boss für Stunden auf freiem Fuß

Mehr als drei Monate nach seiner Inhaftierung in der JVA Landsberg hat der frühere Bayern-Boss Uli Hoeneß das Gefängnis zum ersten Mal wieder verlassen.

Landsberg - Den Ausgang bestätigten Hannes Hedke, der Sprecher des bayerischen Staatsministeriums der Justiz, und Hoeneß-Anwalt Tobias Pretsch auf SID-Anfrage.

Hoeneß befand sich mehrere Stunden auf freiem Fuß und kehrte am Nachmittag in das Gefängnis zurück. Nach Informationen von "bild.de" verließ der 62-Jährige um 10.00 Uhr am Vormittag die JVA und wurde von seiner Familie abgeholt. Am 2. Juni hatte der Weltmeister von 1974 seine dreieinhalbjährige Haftstrafe in Landsberg angetreten.

Die Gewährung des Ausgangs gehört laut "Bild" zum "Vollzugsplan", den jeder Strafgefangene in Anspruch nehmen kann. Es wurde bereits seit geraumer Zeit darüber diskutiert, dass Hoeneß schon bald ein dauerhafter Freigänger sein könnte. Freigang wird im besten Fall allerdings erst nach sechs Monaten gewährt, bei guter Führung wäre eine Entlassung bereits nach rund 21 Monaten möglich. In diesem Zusammenhang ist ein Ausgang nach dreieinhalb Monaten verbüßter Haftstrafe ein normaler Vorgang.

Am 13. März war Hoeneß vom Landgericht München in einem spektakulären Prozess wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro verurteilt worden. Er verzichtete auf eine Berufung gegen das Urteil. Der langjährige Bayern-Manager hatte in der jüngeren Vergangenheit in der JVA Besuch vonseiten des FC Bayern erhalten, darunter befanden sich auch Trainer Pep Guardiola und Starspieler Franck Ribéry.

Hoeneß hatte 81 Tage nach seiner Verurteilung als Steuersünder seine Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Landsberg angetreten.

(xity, AFP)