Hölzerne Blumenkästen für das untere Werftgelände

Stadt Krefeld plant zeitnahe Bepflanzung

Rund 45 hölzerne Blumenkästen hat das Krefelder Stadtmarketing auf dem unteren Werftgelände aufgestellt - bis zum Wochenende sollen alle bepflanzt sein.

Krefeld - Manche der ehrenamtlichen Beetpaten haben ein wahres Farbenmeer entfesselt, andere setzen auf duftende Küchenkräuter, hölzerne Fundstücke, gestrickte Insekten oder bunte Zwerge, die faul im Beet herumlümmeln. Der ADFC lässt einen Fahrradreifen aus dem Erdreich herausragen, die „Herbstzeitlosen" (Genesen, geimpft und voller Hoffnung) haben einen Metallhahn als Pflanzenwache abgestellt, und die Kakteen-Freunde Krefeld werben - was sonst? - für ihre stachligen Lieblinge.

Das Gymnasium Fabritianum (Fabritz) ist gleich in halber Mannschaftsstärke angerückt, mitsamt Schülern, Elternvertretung, Lehrern und Schulleitung. Mit Maske und Abstand wird unter der fachkundigen Anleitung der Biologielehrerinnen Tamara Ehrhardt und Cathrin Erdmann gemeinsam geharkt und gepflanzt. „Die Pandemie hat uns ja alle ziemlich vereinzelt. Deshalb ist es jetzt besonders schön, etwas Praktisches gemeinsam zu machen", sagt Thomas Tillmann, der am Fabritz für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Die Schüler der Green Line AG haben sich als zusätzlichen Anreiz ein Quiz über Pflanzen und Tiere ausgedacht, das mit einem Handy über QR-Codes abrufbar ist. Mitten im Beet steht ein Insektenhotel, das auf die ersten Buchungen potenzieller Sommergäste wartet.

Auf der anderen Seite des Rheintors haben Martina Czernia und Heike Kluge-Podleschny vom Zonta-Club Krefeld am Rhein in ihrem Beet eine Mischung aus optischen und olfaktorischen Genüssen geschaffen. Weihrauch und Lavendel stehen dort neben Geranien und Fette Henne. Mustern aus Muscheln auf dem Erdreich lassen kurz daran denken, dass der Rhein ein paar hundert Kilometer weiter ins Meer mündet. Auch die Nordseestrände waren während der Pandemie ja ungewohnt fern - jetzt ist der Urlaub in Zeeland wieder in greifbarer Nähe.

Allerdings eignet sich auch das Uerdinger Rheinufer neuerdings für Kurztrips mit Strandgefühl. Der Rhine-Side-Biergarten ist für die „3G" - Geimpfte, Genesene und Getestete - wieder geöffnet.

Tatsächlich sind die Blumenbeete, die mit Unterstützung von Feldsaaten Freudenberger bepflanzt werden, und die Strandbar, die vom Uerdinger Kaufmannsbund betrieben wird, ja erst der Anfang. Noch in dieser Woche sollen Boule- und Schachfelder sowie ein mobiler Kinderspielplatz hinzukommen, im weiteren Verlauf des Sommers ist von Märkten und Workshops bis hin zu Beach-Volleyball und Open-Air-Kino vieles möglich. Unter dem Namen „Werft 765 - Die Krefelder Rhine Side" will das Stadtmarketing das Gelände ganz neu zum Leben erwecken.