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"Hochwasserpreis 2013/2014"

Ideenwettbewerb: Mit dem Hochwasser leben

Die Hochwassernotgemeinschaft Rhein (HWNGR), der auch Krefeld angehört, lobt den Hochwasserpreis 2013/2014 aus.

Krefeld - "Mit dem Hochwasser leben!“ lautet das Motto des mit bis zu 5000 Euro dotierten Ideenwettbewerbs, mit dem die Hochwassernotgemeinschaft für das Thema sensibilisieren will. Gesucht werden kreative Ideen, plakative Aktionen zur Darstellung von Gefahrenlagen und lebensnahe Beispiele, wie man auf das Thema Hochwasser aufmerksam machen kann. Auch nachahmenswerte Aktivitäten und Maßnahmen zur Vorsorge im privaten wie im öffentlichen Bereich sowie gute Beispiele von Nachbarschaftshilfen und Initiativen sind gefragt.

Die Bewertung erfolgt getrennt in den Kategorien "Kreative (und umsetzbare) Projektideen“ und "Existierende Projekte (Praxisbeispiele und Best-Practice-Modelle)“. Die Beiträge sollten sich durch Neuartigkeit, Nachahmungspotential und eine breite Zusammenarbeit hervorheben. Teilnehmen können natürliche und juristische Personen, Hochwasserbetroffene und Interessierte, Vereine, Bürgerinitiativen, Nachbarschaftshilfen, Schulen, Gemeinden und Städte. Ausgeschlossen sind lediglich kommerzielle Institutionen. Einsendeschluss ist der 15. August. Bei der Mitgliederversammlung der Hochwassernotgemeinschaft, die im November 2014 in Krefeld stattfindet, werden die Preisträger bekannt gegeben. Weitere Informationen zur Ausschreibung gibt es bei der Hochwassernotgemeinschaft Rhein, Telefon 06131 2398186, Fax 06131 2398139, www.hochwassernotgemeinschaft-rhein.de und E-Mail hwngr@gstbrp.de.

Die Hochwassernotgemeinschaft rät dazu, den Herbst zu nutzen, um die Schäden durch winterliche Witterungsverhältnisse möglichst gering zu halten. Tipps zur Hochwasservorsorge gibt es unter www.hochwassernotgemeinschaft.rhein.de und in verschiedenen Broschüren wie der Hochwasserschutzfibel. Das Hochwasser im Juni 2013 an Elbe und Donau hat nochmals deutlich vor Augen geführt, dass technische Schutzmaßnahmen nur bis zu einem gewissen Grad wirksam sind. Es besteht nicht nur in ungeschützten Bereichen, sondern auch hinter Deichen und mobilen Schutzwänden weiterhin ein Hochwasserrisiko. Wer den Schaden möglichst gering halten will, muss rechtzeitige und richtige Vorsorge betreiben.

Die Hochwassernotgemeinschaft Rhein ist ein Zusammenschluss von Gemeinden, Städten und Bürgerinitiativen am Mittel- und Niederrhein. Gemeinsam vertreten sie ihre Interessen für einen besseren Hochwasserschutz. Entstanden ist der Verein nach mehreren schweren Hochwassern in den 1980-er und 1990-er Jahren. Die Hochwassernotgemeinschaft vertritt mit über 60 Mitgliedern mehr als eine Million betroffene Einwohner, die nahezu alljährlich mit Hochwasser und seinen Folgen leben müssen. Krefelds Deichgräfin Petra Weber fungiert als Zuständige für den Hochwasserschutz als Vorstandsmitglied der HWNGR. Zusätzlich nimmt sie an den Terminen der Arbeitsgruppe teil. Krefeld ist somit bei den grundsätzlichen Fragen des überregionalen und vorbeugenden Hochwasserschutzes beteiligt und informiert.

Der Verein versteht sich als Solidargemeinschaft, deren Mitglieder sich zu gegenseitiger Hilfe verpflichten und der bewusst ist: Jeder Unterlieger ist auch Oberlieger. Aus diesem Grund arbeitet die HWNG auch eng mit niederländischen Kommunen zusammen. Es werden Workshops und Vorträge angeboten. Ebenso findet ein Erfahrungsaustausch zwischen den Rheinanliegern statt, aber auch durch Verbindungen zu anderen Hochwasserpartnerschaften bestehen Kontakte bis zur Elbe.


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