Hochschule Düsseldorf gründet neue Einrichtung

Zentrum für Digitalisierung und Digitalität

Die Hochschule hat ein Zentrum für Digitalisierung und Digitalität (ZDD) als eine fachbereichsübergreifende wissenschaftliche Einrichtung gegründet.

Düsseldorf - Damit erhält eine Idee Gestalt, die von der engagierten, kooperativen Zusammenarbeit einer Vielzahl von Hochschulmitgliedern aus sämtlichen Fachbereichen und der Verwaltung getragen wird. „Das ZDD ist ein Leuchtturmprojekt der Hochschule Düsseldorf, da wir hier alle Digitalthemen in Forschung und Studium zusammenbringen und der Hochschule damit ein klares Profil in KI und Data Science geben“, freut sich Prof. Dr. Edeltraud Vomberg, Präsidentin der HSD, die der Entwicklung und Gründung des ZDD mit Beginn ihrer Amtszeit verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet hat.

Mit der Einrichtung des Zentrums für Digitalisierung und Digitalität verfolgt die Hochschule Düsseldorf das Ziel, die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen der Digitalisierung durch interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Kooperationen zu analysieren und Lösungsoptionen zu erarbeiten. Im Vordergrund der Betrachtung steht dabei der Mensch und seine unmittelbare Lebenswelt, die durch Technik unterstützt wird. Der Fokus liegt dabei zunächst auf Data Science, Künstliche Intelligenz, Ubiquitous Technologies, Smart Energy, Digitale Gesundheit, Mensch-Technik-Interaktion, Digitalkompetenz und interdisziplinärer Technikfolgenabschätzung.

Vier neuartige Studiengänge

Die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie wird mit zunächst vier neuartigen Studiengängen, ZDD-Speziallaboren und flexiblen, modernen Raumkonzepten zukunftsfähig ausgebaut, darunter die jeweils siebensemestrigen Bachelor-Studiengänge Applied Data Science and Artificial Intelligence (DAISY) und Soziale Arbeit und Digitalität (SADY). Als Master-Studiengang ist der dreisemestrige Master Transforming Digitality (TRADY) bereits im Sommersemester 2021 an den Start gegangen. Anwendungsorientierte Forschung (AOF) wird derzeit vorbereitet.

„Wir brauchen künftig „Digital-Generalisten“ mit schneller Adaptionsfähigkeit, das heißt, Expertinnen und Experten, die digitale Kompetenzen für viele Anwendungsfelder mitbringen. Dafür müssen sie aber auch mit dem Methodenwissen ausgestattet werden, um sich schnell auf neue Herausforderungen einstellen und zielorientiert ganzheitliche Lösungen entwickeln zu können. Dafür steht insbesondere der Master-Studiengang Transforming Digitality“, erläutert Prof. Dr. Fernand Hörner, Kommissarischer Leiter des ZDD.

Gleichzeitig sind Spezialistinnen und Spezialisten in vielen Bereichen notwendig, die über fundiertes Wissen digitaler Technologien verfügen, dieses anwenden und Informationen darüber adäquat kommunizieren können. Dies wird in einem Master-Studiengang für anwendungsbezogene Forschung geschehen. Das Studium erfolgt daher projektorientiert und in Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern aus der Praxis sowie aus verschiedenen Wissensbereichen. Die problemorientierte Lehr- und Lernperspektive zielt auf die Förderung der Kooperations- und Selbstlernkompetenz ab und bildet die Grundlage zur sicheren Einschätzung bei der Auswahl, Adaption und Anwendung neuen Wissens, beispielsweise neuer Technologien.

Auch Mitinitiator Prof. Dr. Christian Geiger freut sich auf die neue Einrichtung und das Angebot: „Mit dem ZDD wollen wir die vielfältigen Digitalkompetenzen an der HSD mit einer anwendungs- und nutzerorientierten Perspektive in Lehre, Forschung und Transfer bündeln und verfügbar machen. Wir konzentrieren uns dabei auch auf Forschungs- und Entwicklungsleistungen.“