21.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Hinterbliebene von Germanwings-Opfern prüfen US-Klage

Hinterbliebene von Germanwings-Opfern prüfen US-Klage

In den USA auch emotionaler Schadensersatz möglich

Deutsche Hinterbliebene der Germanwings-Katastrophe prüfen, ob sie vor einem Gericht in den USA auf Schadensersatz klagen können.

Berlin - "Wir haben Gespräche mit den Anwälten amerikanischer Hinterbliebenen geführt", sagte Professor Elmar Giemulla, der unter anderem die Angehörigen der 16 getöteten Schüler aus Haltern vertritt. Dazu seien Gespräche mit den Anwälten amerikanischer Hinterbliebener geführt worden.

"Die amerikanischen Kollegen werden für uns einen Antrag stellen", sagte Giemulla der "Bild am Sonntag". "Dann entscheidet ein US-Richter, ob auch die deutschen Hinterbliebenen ihre Forderungen in den Vereinigten Staaten geltend machen dürfen." Hintergrund ist dem Bericht zufolge, dass im Gegensatz zu den USA das deutsche Recht in der Regel keinen emotionalen Schadensersatz für Hinterbliebene von Flugzeug-Abstürzen vorsieht.

Bei dem Airbus-Absturz auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf waren am 24. März alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Der Copilot der Germanwings-Maschine soll den Flugkapitän aus dem Cockpit ausgesperrt und das Flugzeug dann absichtlich zum Absturz gebracht haben.

(xity, AFP)


Copyright 2019 © Xity Online GmbH