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Heute startet das Düsseldorf Festival 2020

Das gibt es in den kommenden Wochen zu sehen

Vom 9. bis 27. September 2020 findet das Düsseldorf Festival in der Landeshauptstadt statt.

Düsseldorf - In diesem Jahr ist alles anders. Die Planung für das 2020er Festival war gerade abgeschlossen, als die Pandemie kam. Wir haben schnell entschieden, dass wir trotzdem ein Programm anbieten werden, gerade jetzt! Denn nach dem ersten Schock erreichte uns eine breite Welle von Solidarität und Unterstützung. Deshalb feiern wir in diesem Jahr ein Festival der Gemeinschaft, der Solidarität und des Miteinanders, bei dem wir vor allem Künstlern aus Düsseldorf und der Region eine Bühne geben. Und obwohl es diesmal keine Großveranstaltungen, geschweige denn ein großes Theaterzelt geben kann, werden wir mit „Tabula Rasa“ eine spontan für dieses besondere Festival kreierte Produktion zeigen und auch den Burgplatz wieder vielfältig bespielen.

Der optische Clou des Festivals ist Jan Isings Video-Kunst-Projektion Faces of Düsseldorf auf dem Burgplatz. Nach dem Verschwinden der Gesichter im öffentlichen Raum unter den Schutzmasken ist diese große Installation das Projekt der Stunde, denn es vereint und feiert die vielfältigen Gesichter Düsseldorfs. Ein acht Meter hohes dreidimensionales Gesicht wird zur Projektionsfläche, auf der bekannte und unbekannte Gesichter Düsseldorfs miteinander zu dem einen Gesicht der Stadt verschmelzen. Ebenfalls auf dem Burgplatz wird ein kleines Zelt aufgebaut, das Schauplatz wird von dem Format Face to Face. Eine einzigartige Aufführungssituation ermöglicht berührende Begegnungen, denn nur einzeln oder als Paar erlebt das Publikum eine 15-minütige, individuelle und unwiederholbare Aufführung mit Musik, Literatur, Tanz und Performance.

Freunde des A-Cappella-Gesangs kommen zwei Mal auf ihre Kosten: In der Johanneskirche mit dem Ensemble procovale, das unter dem Titel Farewell melancholische Stimmungslagen des Abschieds umkreist. In der Basilika St. Lambertus misst die Formation ars cantandi den spätgotischen Raum unter den Abstandsregelungen neu aus und nimmt das Publikum unter dem Motto #fernbeziehungen mit auf eine Reise von der mittelalterlichen Gregorianik bis in die unmittelbare Gegenwart.

Dank der Kooperation mit D.LIVE zieht das Festival mit einigen der geplanten Zeltproduktionen in die Mitsubishi Electric Halle. Eine aufregende Begegnung verspricht dort das Doppelkonzert mit den Bands Egopusher und Kreidler. Das Duo Egopusher kreiert eine rasante Mixtur aus Electronica und zeitgenössischer Neoklassik, während die Düsseldorfer Band Kreidler für die Verbindung von elektronischer Musik mit analogen Instrumenten und eine charakteristisch kühle Ästhetik steht.

Regisseur Christian Eggert und Choreograf Takao Baba inszenieren für die Produktion Tabula Rasa zehn PerformerInnen der spektakulären Formation URBANATIX, die Artistik und Urban Dance fusionieren. Ebenfalls in der HALLE gastiert die französische Compagnie XY aus Lille mit ihrer Show Möbius. Die Compagnie steht für eine kühne Mischung aus Akrobatik, Tanz und Poesie. Zur Uraufführung kommt in das Konzertprojekt #bfree des STEGREIF.orchesters, ein Beitrag zum Beethovenjahr 2020. Das junge Essemble verbindet Elemente von Beethovens 9. Sinfonie mit Volksliedern und spielt ohne Noten, ohne Dirigat und ohne Stühle.

Die Musiker des Ensembles Los Aurora verstehen den Flamenco als „iberischen Blues“ und verknüpfen ihn mit Jazz. Den portugiesischen Fado interpretieren Lina_Raül Refree ganz neu, denn die Fado-Sängerin Lina hat eine klassische Opernausbildung genossen und Raül Refree kreiert mit Klavier und Synthesizer poetische Arrangements. Schließlich kommen noch zwei Stammgäste in die Mitsubishi Electric Halle: Matthias Brandt und Jens Thomas mit Blackbird, Brandts Roman-Erstling. Das Duo hat das Zusammenspiel von Text-Performance und spontan wirkender Klavier-Improvisation zur Perfektion entwickelt. Open Air am Jürgensplatz zeichnet das Theaterkollektiv Pièrre.Vers mit der performativen Erinnerung Aktion:Aktion! die Ereignisse vom 16. und 17. April 1945 nach: Die Alliierten stehen vor den Toren der Stadt, ein Dutzend Männer geht mit der „Aktion Rheinland“ in den aktiven Widerstand gegen Hitlers Befehl, bis zum letzten Mann zu kämpfen.


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