31.03.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Heute ist Tag der Mundgesundheit

Heute ist Tag der Mundgesundheit

So bleibt die Mundflora im Gleichgewicht

Schon im Kindergarten lernt man, dass man eigentlich nach jedem Essen Zähneputzen sollte - zumindest aber einmal morgens und abends.

Berlin - Damit bleiben nicht nur die Zähne fit, sondern auch der Mund gesund, denn hier lauern jede Menge Mikroorganismen, die uns ganz schön zusetzen können. In unserem Mund gibt es jede Menge Bakterien und Pilze, die bei einer gesunden Mundflora im Gleichgewicht stehen. Gerät dieses Gleichgewicht aus der Waage, vermehren sich bestimmte Bakterien stärker als andere und können Karies oder Parodontitis auslösen und sogar die Gesundheit des gesamten Körpers gefährden.

Laut einer vom Weltverband der Zahnärzte (FDI) in Auftrag gegebenen YouGov-Umfrage in 10 Industrie- und Entwicklungsländern schränken weniger als die Hälfte der Eltern den Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken wie Süßigkeiten, Limonaden und Saft zum Schutz der Zähne ihrer Kinder aktiv ein.

In der vor dem Weltmundgesundheitstag (WOHD) am 20. März veröffentlichten Umfrage wurden Eltern mit Kindern unter 18 Jahren gefragt: Welche Maßnahmen haben Sie bisher getroffen, um für eine gute Mundgesundheit Ihres Kindes/Ihrer Kinder zu sorgen?" Die Ergebnisse zeigen, dass weniger als ein Drittel der Eltern in den USA den Zuckerkonsum ihrer Kinder einschränken, während die Eltern in Großbritannien am aktivsten sind. Dort gab die Hälfte der Eltern an, die Zuckermenge einzuschränken. Auch wenn es darum ging, ihre Kinder mindestens einmal im Jahr zu einer zahnärztlichen Untersuchung mitzunehmen, lagen Eltern in Großbritannien vorn, während weniger als die Hälfte der Eltern in den anderen neun Ländern einen jährlichen Besuch beim Zahnarzt sicherstellt.

"Mundkrankheiten stellen einen großen Teil der weitgehend vermeidbaren Krankheitsbelastungen dar, und diese Umfrageergebnisse zeigen, dass wir einfach nicht genug tun, um orale Gesundheitsprobleme in einem frühen Alter zu vermeiden", so Dr. Gerhard K. Seeberger, Präsident des FDI.

Für orale Erkrankungen gelten viele derselben Risikofaktoren wie für andere nicht übertragbare Krankheiten (NCDs), darunter Tabakkonsum, schädlicher Alkoholkonsum und ungesunde, insbesondere zuckerreiche, Ernährung. Sie sind außerdem ein typisches Beispiel für die Art von gesundheitlicher Ungleichheit, die in Zusammenhang mit dem Auftreten von NCD deutlich wird.

Laut der Umfrage stehen die Eltern aus den USA mit 32 Prozent der Befragten an vorletzter Stelle bei der Frage, ob sie zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke (z. B. Süßigkeiten, Limonade, Saft) in der Ernährung ihrer Kinder einschränken. Die anderen untersuchten Länder sind Großbritannien (52 Prozent), Schweden (44 Prozent), Australien (41 Prozent), China (41 Prozent), Marokko (40 Prozent), Frankreich (37 Prozent), die Philippinen (36 Prozent), Ägypten (32 Prozent) und Argentinien (30 Prozent).

Insgesamt 41 Prozent der Eltern in den USA lassen ihr Kind mindestens einmal im Jahr zahnärztlich untersuchen. Die Ergebnisse der übrigen Länder lauten wie folgt: Großbritannien (63 Prozent), Argentinien (47 Prozent), Frankreich (42 Prozent), Schweden (41 Prozent), Australien (37 Prozent), die Philippinen (31 Prozent), China (18 Prozent), Marokko (12 Prozent) und Ägypten (11 Prozent).


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