14.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Hessischer Friedenspreis für türkische Medizinerin Fincanci

Hessischer Friedenspreis für türkische Medizinerin Fincanci

Menschenrechtsaktivistin für Einsatz im Kampf gegen Folter gewürdigt

Die türkische Medizinerin und Menschenrechtsaktivistin Sebnem Korur Fincanci ist mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet worden.

Wiesbaden - Sie erhielt den Preis am Mittwoch in Wiesbaden für ihren Kampf gegen Folter. Fincanci wertete die Auszeichnung als "wichtiges Zeichen für alle, die sich für Menschenrechte einsetzen".

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bezeichnete die Preisträgerin als eine der führenden Friedens- und Menschenrechtsaktivistinnen in der Türkei. Dank ihres Einsatzes sei das sogenannte Istanbuler Protokoll verfasst worden, "das Folter ächtet und als internationales Standardwerk der Vereinten Nationen zur Untersuchung und Dokumentation von Folterspuren weltweit anerkannt ist".

Der frühere Vorsitzende des Rats der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, erklärte in seiner Laudatio, Fincanci sei ein "leuchtendes Beispiel für eine Medizin, die sich gesellschaftlicher Verantwortung stellt". Sie sei eine Medizinerin, "die ihre Professionalität, ihre Einsatzbereitschaft und ihren Mut dafür einsetzt, Gewalt zu verhindern, die Würde des Menschen zu schützen und den Frieden zu fördern".

Der Hessische Friedenspreis wurde 1993 vom ehemaligen hessischen Ministerpräsident Albert Osswald (SPD) ins Leben gerufen. Die jährlich vergebene Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Im vergangenen Jahr wurde die frühere UN-Chefanklägerin Carla del Ponte ausgezeichnet, im Vorjahr die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

(xity, AFP)


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