Hendricks geht nicht von Atom-Endlager in Gorleben aus

Salzstock bleibe aber im Suchprozess

Bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager in Deutschland geht Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) nach eigenen Angaben nicht davon aus, dass am Ende der umstrittene Salzstock Gorleben ausgewählt wird.

Berlin - Sie glaube nicht, "dass tatsächlich das Endlager in Gorleben errichtet würde. Davon gehe ich wirklich nicht aus", sagte Hendricks im "Interview der Woche" des SWR.

Sie betonte zugleich, "dass Gorleben mit im Suchprozess bleibt". Dies sei im Standortsuchgesetz so festgelegt. Befürchtungen, dass die Bundesregierung den Salzstock "durch die Hintertür" durchsetzen wolle, seien aber unbegründet. Es gebe keine Vorfestlegung auf Gorleben.

Das Kabinett hatte am Mittwoch die sogenannte Veränderungssperre für den niedersächsischen Salzstock Gorleben verlängert. Damit soll sichergestellt werden, dass Gorleben zu einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll ausgebaut werden kann.

Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll soll bis 2032 abgeschlossen werden. Derzeit befasst sich eine Kommission mit den Grundlagen des Suchverfahrens.

(xity, AFP)