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Heimatkalender 2020: Steinreicher Kreis Soest

Kalendarium zeigt die schönsten Glocken

Auch in diesem Jahr ist der traditionsreiche „Heimatkalender Kreis Soest“ wieder passend zur Soester Allerheiligenkirmes, erschienen – picke-packe voll mit Geschichten rund um den Hellwegkreis.

Soest - Das Kalendarium des Bandes widmet sich diesmal dem klingenden Thema „Glocken“. Glocken läuten zu verschiedenen Anlässen, zum Gottesdienst, zur Hochzeit wie auch zur Bestattung. Glocken gehören somit zu vielen Lebensbereichen und sind so Begleiter durch das Jahr.
Versammelt im neuen Kalender für das Jahr 2020 sind neue wie auch alte Glocken vergangener Jahrhunderte mit entsprechender Beschreibung, die mehrere Kriege überstanden haben. Ein einführender Beitrag beleuchtet die „Glockenlandschaft“ im Kreis Soest.

Das Schwerpunktthema ist hingegen profan: „Steinreicher Kreis Soest“ lautet das Motto – und in der Tat zeugen mehrere Steinbrüche bis heute davon, dass in unserer Region schon seit mehreren Jahrhunderten Stein für die unterschiedlichsten Zwecke abgebaut wird. So befassen sich mehrere Beiträge intensiv mit dem heimischen Steinabbau rund um Anröchte und Erwitte, aber auch im Bereich von Warstein und Kallenhardt wird bis heute Stein gebrochen. Die Anfänge des heimischen Steinabbaus dürften nach allgemeiner Einschätzung bereits im Mittelalter liegen. So manche mittelalterliche Kirche ist ja aus dem heimischen Stein erbaut worden.

Selbstredend wird auch die nicht unwichtige Frage beantwortet, was mit aufgelassenen Steinbrüchen passiert, wie dieses Areale künftig genutzt werden und was konkret mit ihnen passiert. Ein eindrucksvolles Beispiel findet sich in Soest: Aus dem ehemaligen Steinbruch „Am Silberberg“ ist über die Jahre ein sehenswertes Geotop entstanden und in Geseke kann die interessierte Öffentlichkeit den lohnenden „Steinbruchpark“ besuchen. Ein Beitrag beschäftigt sich überdies mit der Bilsteinhöhle in Warstein.

Der heimische Stein ist über die Jahrhunderte aber nicht nur Baustoff für Häuser und natürlich zahlreiche Kirchen entlang des Hellweges gewesen, sondern ist auch ein wichtiges Medium für die Kunst. Seit 1957 hängt ein großes Wandrelief von Hugo Kükelhaus im Kreishaus und in Klieve haben schon mehrere Kunststudenten ihre Ideen in Stein hinterlassen. Der immerhin 7,50 Meter hohe „Kliever Obelisk“ von Jo Kley ziert den Titel des neuen Kalenders.

Weitere Beiträge im Kapitel „Menschen und Geschichte“ nehmen die Leserschaft mit auf einen Besuch in den Soester Theodor-Heuss-Park, stellen das Wirken des Möhneseer Künstlers Gero Troike vor. Ein weiterer Artikel berichtet von einem attraktiven Neuling im Stadtarchiv Lippstadt. Ein Aufsatz würdigt das Lebenswerk des jüngst verstorbenen Literaturwissenschaftlers Prof. Dr. Wilhelm Gössmann. Interessant ist auch zu erfahren, wie sich der Kurort Bad Sassendorf für die Zukunft aufstellt.

Orden und Auszeichnungen, die Totenehrung sowie neue Heimatliteratur runden wie immer den Heimatkalender ab, der auch in diesem Jahr wieder deutlich macht, wie liebens- und lebenswert der heimische Kreis doch ist.

Der Heimatkalender Kreis Soest 2020 (ISBN-13: 978-3-928295-57-4) wurde von Dr. Peter Kracht verantwortlich bearbeitet, umfasst 128 Seiten und ist für 9,80 Euro in den heimischen Buchhandlungen zu erwerben.Heiomat


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