18.07.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Hausbesitzer schoss offenbar gezielt auf 18-Jährigen

Hausbesitzer schoss offenbar gezielt auf 18-Jährigen

Kugel traf mutmaßlichen Einbrecher in Hannover von hinten

Der Hausbesitzer, der vor zwei Wochen in Hannover einen jugendlichen, mutmaßlichen Einbrecher erschossen hatte, hat nach einem Bericht von "Spiegel Online" offenbar bewusst auf den 18-Jährigen gezielt.

Hannover - Die Kugel habe den Jugendlichen von hinten getroffen, als er geflüchtet sei, hieß es unter Berufung auf Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft. Der Hausbesitzer hatte sich nach seiner Festnahme auf Notwehr berufen.

Bei einem Haftprüfungstermin an diesem Montag entschied das Amtsgericht Hannover demnach, dass der 40-jährige Schütze in Untersuchungshaft bleibt. "Der Haftbefehl wird aufrecht erhalten und auch nicht außer Kraft gesetzt", zitierte "Spiegel Online" Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

Der Anwalt des Hausbesitzers hielt jedoch gegenüber "Spiegel Online" daran fest, dass sein Mandant aus Angst um sein Leben geschossen habe. Auch hätte der Jugendliche möglicherweise nicht sterben müssen, wenn seine drei inzwischen ermittelten Komplizen ihn nicht im Stich gelassen hätten, sagte der Anwalt demnach weiter. Er stellte demnach gegen sie Strafantrag wegen des Verdachts auf Totschlags durch Unterlassen.

Der Hausbesitzer hatte drei der mutmaßlichen Einbrecher nachts vor seinem Haus entdeckt und das Feuer eröffnet. Der 18-Jährige war von der Polizei wenig später nahe dem Tatort mit schwersten Verletzungen gefunden worden. Er starb kurz darauf.

(xity, AFP)


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