18.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Hat nicht jeder Dreck am Stecken?

Hat nicht jeder Dreck am Stecken?

Rabenschwarze Action-Komödie 'Gringo' startet

Mit "Gringo" kommt eine rabenschwarze Action-Komödie in die Kinos, die sich gewaschen hat. Kein Blatt wird vor den Mund genommen, und jeder kriegt sein Fett weg.

Düsseldorf - Harold Soyinka (David Oyelowo) ist mit sich und der Welt zufrieden. Er hat einen guten, soliden Job, führt eine harmonische Ehe, und auch sonst ist eigentlich alles in Ordnung. Eigentlich. Denn als er sich mit seinen beiden Vorgesetzten Richard (Joel Edgerton, der Bruder des Regisseurs) und Elaine (Charlize Theron) auf den Weg nach Mexiko macht, um einem Zulieferer ihrer Firma einen Besuch abzustatten, geht so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann. Harold merkt, dass seine Welt alles andere als heil ist. Seine Frau (Thandie Newton) betrügt ihn, und seine Chefs sind wohl die größten Fieslinge auf dem Planeten. Sie sind verstrickt in illegale Machenschaften. Schon bald stellt Harold nicht nur fest, dass ein Söldner und ein mexikanischer Drogenboss an seinen Fersen kleben, sondern auch, dass es gar nicht so einfach ist, seine eigene Entführung vorzutäuschen.

Wahnsinn und Humor sind die beiden Eigenschaften, die "Gringo" sehenswert machen. Wie es sich für einen ehemaligen Stuntman gehört, tritt Regisseur Nash Edgerton von Anfang an kräftig aufs Gaspedal. Dass man als Zuschauer schon nach wenigen Minuten zur geplagten Hauptfigur Harold hält, liegt vor allem an den beiden unglaublich miesen Personen, die ihn aus der Chefetage heraus quälen. Ein großartiger Joel Edgerton und eine absolut überragende Charlize Theron machen es dem Zuschauer unglaublich einfach, sie einfach nicht zu mögen. Vor allem Theron ist dermaßen fies und gleichzeitig so anziehend, dass man kaum weghören kann, wenn sie eine ihrer gepfefferten Hasstiraden ablässt.

Dagegen verblassen aber leider die zahlreichen anderen Charaktere, die "Gringo" am Wegesrand zu bieten hat. Die extrem hohe Zahl an unterschiedlichen Figuren und ihre Verwicklungen in die Geschichte führen nicht nur zu Verwirrung, sondern auch zu Überforderung. Der Zuschauer ist kaum imstande, auch nur einer der Randfiguren die verdiente Aufmerksamkeit zu schenken. Zwar sind die Konstellationen im Einzelnen durchaus interessant, werden aber zu wenig beleuchtet, um im Gedächtnis zu bleiben.

Weitere Fotos und Trailer findet ihr hier


Copyright 2018 © Xity Online GmbH