15.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Hartes Vorgehen gegen Antisemitismus bei Demos gefordert

Hartes Vorgehen gegen Antisemitismus bei Demos gefordert

Justizminister erhält Israel-Jacobsen-Preis

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) drängt auf ein hartes Vorgehen gegen judenfeindliche Äußerungen bei Demonstrationen in Deutschland.

Berlin - "Antisemitismus darf in Deutschland nie wieder eine Bühne bekommen", mahnt Maas in seiner Rede anlässlich der Verleihung des Israel-Jacobsen-Preises, wie vorab bekannt wurde. Der Minister erhält die Auszeichnung, die von der Union progressiver Juden in Deutschland verliehen wird, am Donnerstag in Berlin.

"Judenfeindliche Hassparolen sind absolut unerträglich und durch nichts zu entschuldigen", heißt es in dem Redetext von Maas. Israel habe ein Recht auf Selbstverteidigung. "Dagegen kann man demonstrieren, die Art und Weise wie dies zur Zeit geschieht, ist allerdings erschreckend." Meinungsfreiheit rechtfertige keine Volksverhetzung und erst recht keine Gewalt. "Wir müssen alles tun, um jüdisches Leben in Deutschland zu schützen. Niemand darf sich bei uns bedroht fühlen", betonte der Minister.

In Städten wie Berlin, Frankfurt und Essen hatte es in den vergangenen Tagen Kundgebungen gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen gegeben. Dabei waren auch judenfeindliche Sprechchöre wie "Jude, Jude, feiges Schwein" und Parolen wie "Kindermörder Israel" zu hören.

(xity, AFP)


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