Handydiebstahl in Deutschland boomt

Wie man persönliche Daten schützt

Wie wichtig das Mobiltelefon für die meisten Menschen inzwischen geworden ist, merken sie spätestens dann, wenn es verloren oder gestohlen wurde.

Bonn - Nicht nur der finanzielle Verlust ist dann hoch - auch jede Menge sensible Daten wie Fotos, Videos oder Kontakte sind darauf zu finden, teilweise sogar Passwörter. 

Smartphones sind ein sehr beliebtes Diebesgut: Die Zahl der gestohlenen Handys stieg in Deutschland von 2011 auf 2012 um mehr als 30 Prozent, im Folgejahr nochmals um 42 Prozent. Erst das Jahr 2014 brachte Besserung: Rund 17 Prozent weniger Mobiltelefone wurden als gestohlen gemeldet. Weltweit wurden übrigens weniger iPhones entwendet. Wie kommt das?

"Es könnte daran liegen, dass der Hersteller Apple 2013 mit seinem neuen Betriebssystem eine Aktivierungssperre eingeführt hat", erklärt Jérôme Lefèvre vom Verbraucherportal handytarife. "Dadurch wird das geklaute Handy für den Dieb deutlich weniger interessant, denn nur mit Benutzernamen und Passwort des Besitzers kann es nach einer Sperrung wieder funktionstüchtig gemacht werden." Auch ein Zurücksetzen auf Werkseinstellung ist nicht mehr möglich.

Inzwischen haben auch Telefone mit dem Google-Betriebssystem Android sowie Microsoft Handys einen so genannten "Kill-Switch" - Microsoft Geräte allerdings leider nicht in Deutschland.

Fremde haben Zugriff auf persönliche Daten

Viele Nutzer vergessen oder ignorieren, dass das eigene Smartphone auch viele sensible Informationen verwaltet. Dazu können eigene Fotos und Videos ebenso zählen wie die gespeicherten Kontaktdaten oder auch Accounts und Passwörter von Bankkonten oder beispielsweise der Zugang zu Online-Shops. In einer von handytarife.de in Auftrag gegebenen Umfrage gaben lediglich 3 Prozent der Befragten an, die Daten auf ihrem Smartphone für besonders schützenswert zu halten - eine verblüffend niedrige Zahl.