15.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Handwerk meldet über 1.000 unbesetzte Lehrstellen

Handwerk meldet über 1.000 unbesetzte Lehrstellen

Schnupperpraktika für Unentschlossene möglich

Kurz vor Start ins neue Ausbildungsjahr meldet das Handwerk an Rhein und Ruhr mehr als 1.000 unbesetzte Lehrstellen.

Düsseldorf - Am Mittwoch beginnt das neue Ausbildungsjahr - real in den meisten Ausbildungsunternehmen allerdings erst einen Monat später, wenn auch Berufskolleg und Überbetriebliche Ausbildungsstätten „loslegen“. Das Handwerk an Rhein, Ruhr und Wupper nutzt die „Karenzzeit“, um noch Unentschlossene auf die Möglichkeit zu kurzfristigen Schnupperpraktika in vielen Meisterbetrieben aufmerksam zu machen.

Denn wie erwartet sind in diesem Jahr besonders viele Lehrstellen im Handwerk auch wenige Tage vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres noch nicht besetzt. 1005 Ausbildungsplätze weist die Online-Ausbildungsbörse der Handwerkskammer Düsseldorf aktuell als „offen“ aus. Energienahe Branchen suchen angehende Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik, Kälteanlagenbauer und Elektroniker, das Baugewerbe heißt BewerberInnen für alle konstruktiven Berufe am, auf und im Gebäude willkommen. Rund einhundert Interessierte können morgen als Lehrlinge zum/r Fachverkäufer/in in einer Bäckerei, Konditorei oder Fleischerei im Bezirk anfangen. Selbst Kfz-Werkstätten und gestaltende Handwerksberufe, darunter Tischlereien, Steinmetze und Steinbildhauer, Sattler oder Klavier- und Cembalobauer, melden noch freie Kapazitäten.

„Jugendliche, die 2018 ihre Ausbildung beginnen möchten, haben so gute Chancen wie selten, in der gesamten Breite des Handwerks ihre berufliche Lebensperspektive zu finden oder Karriere auf Basis einer abgeschlossenen Berufsausbildung zu machen. Das gilt auch jetzt noch, last minute“, ermutigt Kammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann noch Unentschlossene oder bei anderen Optionen zu kurz Gekommene. Da auch eine wachsende Zahl an Schulabgängern noch unsicher ist, welchen Weg sie einschlagen möchte, hält das Handwerk die Eintrittsschwellen bewusst niedrig: „Das Motto im Handwerk lautet: Einfach machen! Quasi überall halten die ausbildenden Unternehmen ihre Pforten für Neugierige offen, und lassen sie gerne Werkstattluft schnuppern - auch jetzt um ‚fünf vor zwölf‘ noch“, informiert Fuhrmann. „Wenn der Funke zündet, kann es dann aber sofort auch ambitioniert weitergehen, denn duale und gar triale Ausbildungsstudiengänge (BWL-Studium einschließlich Meisterprüfung) sind heute im Handwerk erprobte Varianten.“


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