30.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Hamburgs Polizei ermittelt nach Molotow-Cocktail-Attacke

Hamburgs Polizei ermittelt nach Molotow-Cocktail-Attacke

Vorfall bei Demo am 1. Mai

Nach einem gezielten Molotow-Cocktail-Angriff auf einen Einsatzwagen während der linken 1. Mai-Demonstration in Hamburg ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes gegen zwei Unbekannte.

Hamburg - Sie hätten aus kurzer Entfernung zwei Brandsätze in und unter das mit zwei Beamten besetzte Auto geworfen, teilte die Polizei in der Hansestadt mit.

Einer der Molotow-Cocktails durchschlug demnach die Heckscheibe, zündete aber aus unbekannten Gründen nicht. Der zweite Brandsatz flammte kurz auf. Die Beamten hätten sich unverletzt aus ihrem Streifenwagen ins Freie retten können, teilten die Ermittler weiter mit.

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 23.00 Uhr am Rande von Protesten der linken Szene im Stadtteil St. Pauli. Es handelte sich um einen zivilen Streifenwagen, der aber aufgrund eines eingeschalteten Blaulichts und wegen Magnettafeln mit dem Aufschrift Polizei als Einsatzfahrzeug zu erkennen gewesen sei. Die beiden vermummten und schwarz gekleideten Täter hätten unerkannt flüchten können.

Schon 2009 war es in Hamburg ähnlichen Zwischenfälle gekommen. Im Umfeld von Ausschreitungen der linken Szene hatten vermummte Randalierer unter anderem mit Eisenstangen und Holzlatten gezielt Verkehrspolizisten angegriffen. Einer Beamter gab einen Warnschuss ab.

Am 1. Mai war es in Hamburg bei der traditionellen Demonstration der linken Szene auch in diesem Jahr wieder zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Die Beamten setzten nach Flaschen- und Steinwürfen einen Wasserwerfer ein und nahmen 15 Menschen fest. Etwa 20 Polizisten wurden verletzt.

(xity, AFP)


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