20.01.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Haltestelle UdU macht Fortschritte

Haltestelle UdU macht Fortschritte

Erste Stahlträger für Überdachung sind da

Mit der Anlieferung der Stahlträger des Daches der Haltestelle UdU am Donnerstagmorgen hat nun auch sichtbar der Endspurt der Baustelle begonnen.

Krefeld - Vier der sieben Mittelstücke und rund die Hälfte der Stützen wurden mit der ersten Lieferung nach Krefeld gebracht, der Rest folgt in zwei Wochen. ?Viele Bürger haben uns gefragt, warum denn hier in letzter Zeit nichts passiert. Es ist schon etwas passiert, nur: Man konnte es nicht direkt sehen. Es wurden Fundamente gegossen, Verteiler gefertigt und viele Kabel verlegt, was nun wirklich nicht spektakulär war", schildert Baustellen-Koordinator Eckardt Lüdecke. Fast hätten die vielen Schaulustigen des imposanten Ladeverfahrens auch an diesem Donnerstags nichts sehen können: Bis 6 Uhr morgens dürfen Schwertransporter auf deutschen Straßen fahren, und dann erst wieder ab 22 Uhr. Erst kurz vor 6 Uhr waren die beiden Schwertransporter und ein weiterer LKW tatsächlich in Krefeld - eine Punktlandung. "Zwei Umleitungen hätten uns fast einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagte Architekt Georg Gröschl.

Dass es dann aber doch funktioniert hat, freute den Architekt der Haltestelle, der sogar selber mit anpackte und Holzplatten als Untersetzer für die schweren Stahlträger verlegte. Sie liegen nun bis zu ihrer Montage auf den schon verlegten Gleisen Richtung Hauptbahnhof. Von den insgesamt sieben Teilen sind mit der ersten Lieferung vier angekommen, zwei je 13 Tonnen, die anderen beiden je neun Tonnen schwer. Das Gesamtgewicht der Glasdach-Konstruktion liegt bei etwa 100 Tonnen, allein 80 Tonnen wiegt die Stahlkonstruktion. Das Dach wird von neun Stützenpaaren getragen, die in einem Abstand von 13,5 Metern stehen werden. Von diesen Paaren sind ebenfalls schon einige mitgeliefert worden. Die Lieferung war eine logistisch knifflige Angelegenheit für die drei 4,5 Meter hohen und 3,5 Meter breiten Trucks, die von der spanische Firma Bellapart, Nähe Girona, aus am Montag los gefahren waren. Der Marktführer im Glas- und Stahlbau hatte bekanntlich den Zuschlag bei der vorgeschriebenen europaweiten Ausschreibung gewonnen. Von dort ging es über Frankreich nach Deutschland. Heikel: In Frankreich dürfen Schwertransporter zwar Tag und Nacht fahren, nicht aber über die Autobahn. Sie müssen über Landstraßen ihrem Ziel näher kommen. ?An vielen Dörfern wird man dann von einem Dorf-Polizisten empfangen, der einen durch das Dorf leitet", schildert Gröschl.

Ende August wird mit der Montage der Stahlkonstruktion begonnen. Wichtig sei dabei, so Gröschl, dass gleitende Verbindungen mit Schiebestößen gebaut werden, ähnlich wie bei Brücken, um Verstauchungen des Materials zu vermeiden. Währenddessen wird weiter gearbeitet, allerdings erneut nicht so, dass man es mitbekommen könnte. Lüdecke: "Wir montieren Kästen, legen weitere Kabel und vermessen." Der Montage der Stahlträger folgen die Glasbauarbeiten. Die Glas-Elemente, darunter sphärisch gebogene Gläser, werden nicht mit der Stahlkonstruktion verschraubt, sondern verklebt. Zwar stammt das Glas aus Niedersachsen, wird aber in Spanien entsprechend weiterverarbeitet und dann ebenfalls von dort angeliefert.

Die Gesamtkosten der Großbaumaßnahme im Bereich Ostwall/Rheinstraße sind mit rund 20,47 Millionen Euro (brutto) kalkuliert. Darin enthalten sind ca. 9,2 Millionen Euro (brutto) Fördermittel. Das moderne Glasdach mit seiner Stahlkonstruktion und umlaufenden Beleuchtungselementen kostet 3,28 Millionen Euro (brutto).


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