15.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Gute Noten für Orangensaft aus Konzentrat

Gute Noten für Orangensaft aus Konzentrat

Stiftung Warentest: selten schlechter als Direktsaft

Orangensäfte aus Konzentrat sind laut Stiftung Warentest oft nicht schlechter als gekühlte Direktsäfte.

Berlin - Zwar schnitten alle acht gekühlten Säfte im Test mit "gut" ab, wie die Stiftung Warentest in der April-Ausgabe ihrer Zeitschrift "test" berichtete. Von 18 getesteten Konzentrat-Säften seien aber 14 ebenfalls mit "gut" bewertet worden. Lediglich ein Saft habe beim Aroma ein "mangelhaft", ein weiterer ein "ausreichend" kassiert.

An das Aroma von selbst gepresstem Orangensaft sei jedoch kein industriell hergestellter Saft herangekommen. Durch die Pasteurisierung, also das kurzzeitige Erhitzen, leide das Aroma, das für den Frischecharakter verantwortlich ist.

Der Vorteil von industriell hergestelltem Saft liege jedoch in der Herstellung im Anbauland: Dadurch würden die Früchte direkt mit unbehandelter Schale verwendet, erklärte die Stiftung. So konnten die Warentester allenfalls Spuren von Pflanzenschutzmitteln aus dem Anbau nachweisen. Wer selbst aus Tafelobst presse, müsse oft auf Orangen mit behandelter Schale zurückgreifen. Deshalb empfehlen die Tester, solche Früchte vor dem Pressen warm abzuwaschen und trocken zu reiben.

Selten überzeugt waren die Warentester von den Produktionsbedingungen. Nur ein Anbieter erhielt die Note "gut", alle anderen Anbieter engagierten sich nur "befriedigend" oder "ausreichend" für Umwelt und Soziales. Nur für sechs der 26 geprüften Säfte hätten die Unternehmen eindeutig belegen können, von welchen Plantagen der Großteil der Ernte stammt.

(xity, AFP)


Copyright 2018 © Xity Online GmbH