18.07.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Gurlitt trifft mit Regierung Grundsatzvereinbarung

Gurlitt trifft mit Regierung Grundsatzvereinbarung

Besitzverhältnisse strittiger Bilder werden aufgeklärt

Einigung zur Zukunft der in München gefundenen Kunstwerke: Der Kunsthändler-Sohn Cornelius Gurlitt ermöglicht als Gegenleistung dafür, dass er alle unstrittig ihm gehörenden Bilder zurückerhält, eine Recherche zur Herkunft der übrigen Werke.

Berlin - Als Gegenleistung dafür, dass er alle unstrittig ihm gehörenden Bilder zurückerhält, ermöglicht Gurlitt demnach eine Recherche zur Herkunft und zu den Besitzverhältnissen der übrigen Werke, teilten die drei beteiligten Seiten mit.

Im Zuge eines Ermittlungsverfahrens gegen Gurlitt waren Ende Februar 2012 in dessen Schwabinger Wohnung hunderte seit dem Zweiten Weltkrieg als vermisst geltende Bilder gefunden worden, darunter zahlreiche Meisterwerke. Die Bilder wurden damals beschlagnahmt. Der inzwischen unter amtlicher Betreuung stehende 81-jährige Gurlitt und die staatlichen Stellen vereinbarten laut Gurlitts Anwalt Christoph Edel, "zeitnah" alle unstrittig Gurlitt gehörenden Bilder an diesen zurückzugeben.

Alle unter NS-Raubkunstverdacht stehende Bilder sollen der Mitteilung zufolge nun im Zuge einer Provenienzrecherche und Restitution auf ihren rechtmäßigen Besitz geprüft werden. Diese Bilder sollten innerhalb eines Jahres geprüft und bis zum Abschluss dieser Prüfung beschlagnahmt bleiben. Gurlitt biete Anspruchstellern auf diese Bilder "faire und gerechte Lösungen" an.

(xity, AFP)


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