17.06.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Grütters fordert Pflichtbesuche für Lehrer in KZ-Gedenkstätten

Grütters fordert Pflichtbesuche für Lehrer in KZ-Gedenkstätten

Kulturstaatsministerin: "Hasserfüllte Parolen" immer öfter öffentlich kundgetan

Kulturstaatsministerin Grütters (CDU) hat sich für Pflichtbesuche von KZ-Gedenkstätten für Lehrer ausgesprochen.

Berlin - "Gedenkstätten sind authentische und eindrucksvolle Orte für eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus", sagte Grütters der "Bild am Sonntag". Um Kinder und Jugendliche gut darauf vorzubereiten, seien Lehrer der Geschichte und anderer Geisteswissenschaften "ganz wichtige Vermittler". Der Besuch in einer Gedenkstätte sollte für sie verpflichtender Teil der Lehrerausbildung werden, ergänzte Grütters.

"Hasserfüllte Parolen werden immer ungenierter öffentlich kundgetan", beklagte die CDU-Politikerin. "Leider auch von Seiten einiger Besucherinnen und Besucher in NS-Gedenkstätten." Es sei "etwas ins Rutschen geraten". Grütters fügte hinzu: "Dem können wir nicht tatenlos zusehen."

Am Montag startet Grütters das Programm "Jugend erinnert". Mit Workshops und Theaterstücken soll die Erinnerungskultur bei jungen Menschen gestärkt werden. Gedenkstätten können sich mit Ideen um eine Förderung bewerben. Für 2019 wird es dafür zwei Millionen Euro geben, für 2020 bis 2022 sind jeweils fünf Millionen Euro vorgesehen.

(xity, AFP)


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