23.08.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Grünflächen aus Sicherheitsgründen meiden

Grünflächen aus Sicherheitsgründen meiden

Anlagen sollten zurzeit noch nicht betreten werden

Rund 200 Mitarbeiter des Gartenamtes sind aktuell im Einsatz um die Schäden, die nach dem Unwetter am Pfingstmontagabend am Bestand der Bäume in Straßen, Anlagen, aber auch in Wäldern entstanden sind, zu beheben.

Düsseldorf - Die Schäden sind nach einer ersten Einschätzung der Stadtgärtner deutlich höher als nach dem Durchzug des Sturmtiefs Kyrill im Jahr 2007. Rund 25.000 der rund 70.000 Straßenbäume sind betroffen. Entweder sind sie umgestürzt oder durch Ausbrüche von Kronen oder großen Ästen schwer beschädigt. Hinzu kommen Bäume in Grünanlagen und im Wald. Die umgestürzten oder beschädigten Bäume werden nun nach Prioritäten abgearbeitet. Vorrangig war zunächst die Räumung der durch umgestürzte Bäume blockierten Hauptverkehrstraßen. Darüber hinaus mahnt das Gartenamt alle Düsseldorfer und die Besucher der Stadt Wälder, Grünanlagen, Friedhöfe und Kinderspielplätze im Interesse der eigenen Sicherheit bis zum Ende der Aufräumarbeiten nicht zu betreten. Die Gefahr, dass Bäume um- oder Äste herabstürzen, ist immer noch groß.
Um auf das Betretungsverbot aus Sicherheitsgründen hinzuweisen, haben die Mitarbeiter im Gartenamt soweit wie möglich die Parkeingänge gesperrt. Das ist aber nicht an allen Grünanlagen möglich. In den nächsten Tagen geplante Veranstaltungen in den Parkanlagen können nicht stattfinden. Die Veranstalter sind darüber informiert worden. Wann das Betreten der Anlagen wieder möglich ist, kann nicht prognostiziert werden. Es hängt auch vom Grad der Schädigung der jeweiligen Anlage ab. Die Führungen durch Parks und Landschaft, die das Gartenamt anbietet, sind bis einschließlich Freitag, 20. Juni, abgesagt.
Die Aufräumarbeiten im Forst haben noch nicht begonnen. Die Forstarbeiter wurden für die vordringlichen Arbeiten im Straßenraum eingesetzt. Sobald die Kräfte dort entbehrlich sind, werden sie sich in den Wäldern an die Arbeit machen. Der Wildpark und die Waldschule sind mindestens bis einschließlich Sonntag, 22. Juni, geschlossen. Die Tiere im Wildpark sind alle wohlauf und werden versorgt. Über 100 große Bäume sind allein im Wildpark umgestürzt.
Auf den 13 kommunalen Friedhöfen sind nach erster Bilanz des Gartenamtes mehr als 1.000 Bäume durch den Sturm umgestürzt. Dennoch können auf allen Friedhöfen Beerdigungen vorgenommen werden. Außer bei Beerdigungen sollten die Besucher die Friedhöfe nicht betreten. Die schwersten Schäden haben der Nordfriedhof und der Friedhof Heerdt erlitten. Auf dem Nordfriedhof sind mehr als 500 Bäume umgestürzt, auf dem Friedhof Heerdt sind mehr als 100 Bäume betroffen.
Das Naturschutzgebiet Himmelgeister Rheinbogen ist von den Unwetterschäden am stärksten betroffen. Für das beliebte Naherholungsgebiet gilt: Betreten verboten. Viele Bäume sind umgestürzt oder sind so stark geschädigt, dass sie unvermutet umstürzen können. Sowohl die Wanderwege als auch die Reitwege dürfe nicht genutzt werden. Die Bewältigung der Orkanschäden wird durch den Eigentümer der Flächen erfolgen. Für alle anderen Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete gilt ebenfalls ein Betretungsverbot.

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