18.11.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> "Grünes Klassenzimmer" der Stiftung Schloss Dyck

"Grünes Klassenzimmer" der Stiftung Schloss Dyck

Bringt Farbe in den Schulalltag

Ein Thema begreifen - ganzheitlich und fächerübergreifend. Das können Schüler aller Schulformen und Altersstufen an einem außerschulischen Lernort wie Schloss Dyck.

Jüchen - Insgesamt 14 unterschiedliche Kurse, die von Fachreferenten durchgeführt werden, stehen - zum Teil ganzjährig, zum Teil nur während eines bestimmten Zeitraums - zur Auswahl. Sie richten sich an die Klassenstufen eins bis zehn aller Schularten sowie die gymnasiale Oberstufe. Die Kosten pro Schüler betragen je nach Kurs zwischen 1 und 12 Euro und dauern zwischen 90 und 180 Minuten.

"Auf Wunsch können wir unsere Themen auch speziell an die Unterrichtspläne anpassen. Auch Projekte mit mehrmaligen Besuchen in Schloss Dyck oder einem begleitenden Besuch in der Schule, sind möglich", so Sozial- und Kulturpädagogin Eva Bongartz, die die Kurse speziell für Schloss Dyck konzeptioniert hat. Die Angebote sind in den Ferien auch von den Betreuungseinrichtungen (OGATA) buchbar. Da die Kapazitäten begrenzt sind, empfiehlt sich eine langfristige Planung und Anmeldung.

Ein Blick ins aktuelle Kursprogramm

Soll Schülern beispielsweise der Themenbereich Gemüseanbau und Ernährung handelnd erfahrbar gemacht werden, empfiehlt sich der im letzten Jahr entstandene Kurs Gartenbau. Hochbeete werden zyklisch bebaut, so dass unterschiedliche Wachstumsphasen der Pflanzen nachvollziehbar sind. In wechselnden Gruppen haben die Schüler die Möglichkeit zu sähen und zu ernten oder im Rahmen der Beetpflege Unkraut zu jäten. Auf diese Weise lernen sie, die unterschiedlichen Pflanzen zu erkennen und zu benennen. Im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wird deutlich, dass man nur ernten kann, wenn vorher gesät worden ist, und dass man für die nachfolgenden Gruppen vorrausschauend tätig werden muss. Die Ernte des Tages wird in Absprache verwertet.

Bei den anderen Kursen geht es mal um das praktische Ergründen des Lebensraums Wasser, mal um den Zier- und Nutzaspekt von Gartenpflanzen wie dem Bambus. Am Beispiel des Obstbaus erfahren die Schüler den Garten als Ertrags- und Nahrungsquelle, beim Streifen durch den verbotenen Wald als Erholungs- und Schutzraum. Der Bau eines Insektenhotels wiederum hilft ihnen, ein entspannteres Verhältnis zu nützlichen Insekten zu entwickeln, und auf der Pflanzensafari lernen sie beim Pflanzenbestimmen die Grundzüge der Botanik kennen. Das Hüttenbauen im Miscanthusdorf gewährt ihnen Einblick in traditionelle Bauweisen, die sich auf natürlich vorkommende Rohstoffe stützen.

Bei der Schlossrallye erleben sie die üppige Welt des Barock und Kunsthistorie in der Praxis, während beim Erlebnis Klettern und den kooperativen Abenteuerspielen, die von dem Kooperationspartner hoch3  durchgeführt werden, Teamgeist und Persönlichkeitsentwicklung im Fokus stehen. Auch das Entdecken und Suchen sowie die Auseinandersetzung mit Kunst und Natur werden in Kursen adressiert. Ab diesem Jahr gibt es sogar als Zusatzangebot die kostenlose Rallye (nur Parkeintritt von 1 Euro pro Schüler) durch den historischen Park. So kann beispielsweise Zeit sinnvoll genutzt werden, die entsteht, wenn zwei Gruppen das gleiche Angebot gewählt haben. Während die Parallelklasse im Kurs ist, kann die andere mit Hilfe der Rallye-Aufgaben und -Fragen das Gelände erkunden. Die Rallye ist aber auch eine günstige Alternative zu einem kostenpflichtigen Kurs.


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